[Rezension] Helene Henke – Menschenfischer

Helene Henke
Menschenfischer
ISBN 978-3-426-30405-1
Klappenbroschur
14,99 €
Band 2
Erschienen bei Droemer
Leseprobe

Inhalt:
Zoe Lenz ist Deutschlands jüngste Bestatterin und zudem kann sie Totenmasken herstellen. Als in dem nahe gelegenen Wald zwei Mädchenleichen gefunden werden soll sie diese herstellen um die Identität zu klären. Mit dem Fund der Leichen verschwindet ihre Praktikantin Alina. Zoe ist in Sorge…

Meine Meinung:
Menschenfischer ist das zweite Buch von Helene Henke. Das erste und seine Ereignisse wird auch oft erwähnt, auch wenn ich denke das es für den Verlauf der Geschichte nur bedingt nötig ist. So sollte man vielleicht Totenmaske zuerst lesen, denn mir wurde zu viel aus Band 1 erzählt, als das ich diesen nun noch nachträglich lesen möchte. Ansonsten sind es aber eigenständige Geschichten, die zwar schon einen Zusammenhang  haben, aber bei denen man Band 2 auch zuerst lesen kann.

Dadurch das es in den ersten Seiten eher um schon Geschehenes sprich den Mordfall aus dem ersten buch ging fand ich es etwas fad. Es war ein kompletter Rückblick. Wohl um zu zeigen wie sehr Zoe die Geschichte noch belastet, oder eher die Folgen daraus. Erst etwa ab Seite 50 fängt es an wirklich interessant zu werden und die Ereignisse die für den jetzigen Fall wichtig sind beginnt. Von da an ist das Buch sehr fesselnd und interessant. Ich denke hin und wieder sollte man keinen zu empfindlichen Magen haben, wenn natürliche Sterbeprozesse doch recht genau beschrieben werden. Wirklich an Fahrt nimmt das Buch dann im letzten drittel auf. Da überschlagen sich die Ereignisse und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Die Figuren mögen denjenigen bekannt sein die den ersten Band kennen. Ich kenne ihn nicht und lernte jede Figur neu kennen. Hier war dann die Ausführlichkeit der Autorin ein Vorteil, denn ich habe gerade Zoe sehr gut kennen lernen können.
Als jüngste Bestatterin Deutschlands ist sie immer unter Beobachtung, was sie aber nicht stört. Sie macht ihre Arbeit ruhig und Gewissenhaft und mit Gefühl. So gehen ihr Sachen Nahe, die andere eventuell kalt lassen würden. Dieses Gefühl macht Zoe für mich viel mehr aus, als die Tatsache das sie die jüngste Bestatterin ist, das ist Beiwerk, was ich selber unerheblich finde. Die Totenmasken macht sie als Entspannung und alleine die Vorstellung finde ich sehr interessant.
Leon ist der Mann an ihrer Seite, oder auch nicht, schließlich wohnt er etwas weiter weg. Er liebt sie und will sie vor all den Gefahren seines Jobs schützen, sorgt aber auf der anderen Seite dafür das sie teil hat an der Identifizierung der Leichen. Ihre Meinungen über den Fall gehen auseinander und das trübt die Beziehung.
Alina ist die Praktikantin von Zoe. In ihrem Alter macht sie die Arbeit gewissenhaft auch wenn die Leute drumherum sie nicht leiden können. Nach Ende der Geschichte denke ich mir warum das so ist, aber einen klaren Grund gibt es nicht. Alina ist teilweise etwas merkwürdig und sehr sprunghaft. Die Unzuverlässigkeit ist anstrengend für Zoe, doch nimmt diese sie immer wieder in Schutz.

Mein Fazit: Jemand der den ersten Band kennt wird sich eventuell zu Beginn gelangweilt fühlen. Für mich hat sich der Vorgänger erledigt, weil ich das Gefühl habe zu viel zu kennen. Es geht aber um Menschenfischer und das Buch weist viel Spannung, ein bisschen Fachwissen und einen interessantem Plot auf.

4buecher

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