[Rezension] Holly Black – Die Puppenkönigin

Holly Black
Die Puppenkönigin – Das Geheimnis eines Sommers
ISBN 978-3-570-15643-8
Gebundene Ausgabe
14,99 €
Erschienen bei cbj
Leseprobe

Inhalt:
Poppy, Zach und Alice kennen sich schon gefühlt ihr ganzes Leben und lieben es mit ihren Figuren Abenteuergeschichten zu spielen und zu erleben.  Dabei geht jeder in seiner Rolle auf. Bis sich alles ändert. Die Figuren von Zach landen im Müll und die Puppenkönigin wird aus der sicheren Vitrine geholt.  Poppy erzählt Zach das sie aus Knochen hergestellt wurde und sie Nachts von dem Mädchen geträumt hat zu dem die Knochen gehören. Sie müssen die Königin in dem Grab des Mädchens beerdigen sonst bekommen sie nie Ruhe vor ihrem Geist. Ein aufregendes Abenteuer beginnt…

Meine Meinung:
Die Puppenkönigin ist ein Buch deren Protagonisten 12 Jahre alt sind. Ein Alter in dem man nicht Kind aber auch nicht erwachsen ist.  Eine anstrengende Zeit für Eltern und Kinde. Man selbst verändert sich, auch die Freunde verhalten sich anders und je nachdem wie weit man selber in der Pubertät fort geschritten ist es merkwürdig. Momentan habe ich einen 12 Jährigen zu Hause sitzen und kann ein wenig erahnen wie man sich fühlt.

Auch in der Geschichte  leben sich Freunde auseinander. Durch äußere Umstände wird kindliches abgelegt: Das Spielen mit Figuren. Die Mädchen fangen an zu kichern wenn sie einen Jungen sehen und Jungen denken darüber nach ob sie ein Mädchen vielleicht besonders mögen.

Zach ist der Junge in dieser Dreierfreundschaft, die ich schon recht ungewöhnlich finde. Heißt es doch immer drei ist einer zu viel, aber bei diesen Dreien scheint es zu funktionieren. Er liebt es in seinen Rollen aufzugehen und wird gezwungen aufzuhören. Fehlende Offenheit sorgt für Missverständnisse. Zach liebt Basketball und steht an der Schwelle zum Teenie sein. Ihm fallen Mädchen nun anders auf auch wenn er das selber noch nicht richtig wahr haben will.
Poppy,  möchte das Zach weiter spielt und holt deswegen sogar die Puppe aus der Vitrine die ihrer Mutter gehört und eigentlich Tabu ist. Ihr ist die Freundschaft sehr wichtig und man merkt das sie einiges dafür tut das alles so bleibt wie es ist.
Alice ist am wenigsten präsent in dieser Geschichte. Sie wohnt bei der Großmutter, stark behütet mit strengen Regeln. Aus Angst dass ihr das Kind weggenommen wird engt die Großmutter sie ein. Alice hält sich an die Regeln weiß sie doch was auf dem Spiel steht.
Alle Drei werden gut beschrieben und man kann sich auch als Erwachsene in ihr denken und fühlen reinversetzen auch wenn es wie bei mir ja schon ein wenig her ist seitdem ich 12 war. Ich denke Kinder werden sich in einem der Protagonisten wieder finden.

Die Szenerie ist recht unspektakulär. Ein Ort in dem die Drei wohnen und von dem aus sie ihre Abenteuer bestreiten. Nur an Stellen an denen es für die Spannung wichtig wird auf die nähere Umgebung eingegangen. Das sind meistens die gruseligen Stellen.

Der Plot ist interessant gestaltet und birgt einige Spannung. Diese steigerte sich mit fortschreiten des Abenteuers. Ich war gebannt von dem was die Drei erlebten.

Am Ende hätte ich vielleicht noch die ein oder andere Frage gehabt auf die es keine Antwort gab, aber vielleicht denke ich da auch einfach zu erwachsen. Das Abenteuer ist beendet und wie ich finde auch gut beendet.

4buecher

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