[Rezension] Huntley Fitzpatrick – Mein Leben nebenan



Huntley Fitzpatrick
Mein Leben nebenan
ISBN 978-3-570-17204-9
Hardcover
16,99 €
Übersetzerin: Anja Galic
ab 1c Jahren
Erschienen bei cbj
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Alice Garrett sorgt seit dem Unfall ihres Vaters für die Familie. Sie hält ihren Eltern den Rücken frei und verbringt ihre Freizeit damit alles am Laufen zu halten. Dann taucht auch noch der Freund ihres Bruders auf, Tim, der planlose Alkoholiker, der nur Schwierigkeiten bereiten kann. Nichts missfällt ihr mehr, als das er nun über die Garage zieht. Doch auf der anderen Seite findet sie ihn auch sehr anziehend.

Meine Meinung:
Mein Leben Nebenan ist die Fortsetzung von Mein Sommer nebenan, nur mit anderen Protagonisten, denn während es im ersten Band um Jase und Samantha ging, geht es hier um Alice, Jase Schwester, und Tim, seinem Kumpel. Eins bleibt aber gleich, die verrückte, liebevolle und chaotische Großfamilie Garrett, die auch hier im Hintergrund Stoff für einige Probleme, Lacher, aber auch Gefühlvolle Momente ist.

Jase und Samantha sind hier nur noch Randfiguren die immer mal auftauchen. Sie sind sozusagen Auslöser für diese Geschichte, denn schließlich bietet Jase Tim das Apartment über der Garage an um ihm in der Notsituation zu helfen. Szenen nur von Jase und Samantha gibt es aber nicht.

So kann man dieses Buch auch ohne den Vorgänger lesen, wenn man das denn möchte. Hier kommen Tim und Alice als Erzähler zu Wort. Sie berichten beide von ihrem Leben und ihrem Chaos und das in unterschiedlich dargestellter Schrift. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und die Geschichte bietet viele Facetten. So war ich gefesselt von dem was geschah und war gespannt wie alles ausgehen wird. Ich war berührt von vielen traurigen und rührenden Momenten, konnte aber auch Lachen, weil Huntley Fitzpatrick gerade in Gesprächen viel Humor beweist.

Die Figuren haben viel Tiefe und wirken älter als sie eigentlich sind. Während Alice, als die Ältere bereits eine Ausbildung als Krankenschwester macht, das Familiengeschäft am laufen hält und noch Zuhause die Geschwister versorgt ist Tim der offensichtlich nutzlose Schulabrecher, der sein Leben versucht auf die Reihe zu bringen.
Doch ein Blick hinter die Fassade zeigt gerade bei Tim das es nicht so einfach ist wieder auf die Beine zu kommen und gerade mit ihm hatte ich oft Mitleid. Eins haben beide gemeinsam: Sie strampeln sich ab in ihrem Leben auch wenn aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Alice ist sehr vernünftig und erwachsen, sie ist aber auch jemand der sich nur wenig helfen lässt und versucht alle Kämpfe alleine auszufechten. Sie leidet unter dieser Situation ist aber gefangen in ihrem eigenen Verantwortungsbewusstsein. Sie lernt im Laufe der Geschichte los zulassen, aber auch mal umzudenken. Die Entwicklung von Alice fand ich wirklich toll, auch das nicht alles als ganz einfach dargestellt wird und auch sie in ihrem Denken manchmal Rückfälle hatte.
Tim ist jemand der immer alleine kämpft. Er kämpft gegen die Sucht nach Alkohol und Drogen und er kämpft um einen Stand im Leben. Man erlebt den egoistischen Tim in dieser Geschichte gar nicht, dafür muss man dann den Vorgänger lesen, denn wenn ich mich richtig erinnere kam er darin stellenweise vor. Tim muss recht schnell sein Leben auf die Reihe bekommen und man merkt das er sich bemüht. Doch wie das manchmal so ist. Es gibt nur wenige die ihm zur Seite stehen und viel mehr Stolpersteine die ihm im Weg liegen. Doch für mich ist er eine sehr eindrucksvolle Figur, denn er reagiert in vielen Situationen richtig und zeigt mehr Verantwortung als andere.
Natürlich gibt es auch wieder ein Zusammentreffen mit den anderen Familienmitgliedern der Familie Garrett. Diese lockern die Geschichte so herrlich auf, denn das Leben in dieser Familie wirkt immer gut strukturiert und sehr spaßig.

Am Ende kann ich nichts negatives an diesem Jugendroman ab 12 Jahren finden. Die Altersangabe passt, die Geschichte zeigt viele Facetten und auch der Schluss passt zur Geschichte. Ich würde mich freuen noch mehr von den Garretts zu lesen und bin gespannt ob der Autorin noch mehr von dieser Familie einfällt.5buecher

4 Gedanken zu „[Rezension] Huntley Fitzpatrick – Mein Leben nebenan

  1. Hey Natalie

    Gestern Abend ist meine Rezension zu „Mein Leben nebenan“ online gegangen und danach mache ich oft einen kleinen Rundgang durch das www, um zu schauen, was andere so gemeint haben ….
    Auch mir hat es bei den Garretts wieder sehr gut gefallen, es ist wirklich meine literarische Lieblingsfamilie.
    Erst hatte ich ja etwas Angst, dass ich zu hohe Erwartungen habe, doch Huntley Fitzatrick hat den Fokus auf eine überraschende Wendung gesetzt.
    Dann sind wir mal gespannt, ob wir die Garretts nochmals treffen werden ….
    lg Favola

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.