[Rezension] Jennifer L. Armentrout – Morgen lieb ich dich für immer

 Jennifer L. Armentrout
Morgen lieb ich dich für immer 
ISBN 978-3-570-31141-7
Klappenbroschur
12,99 €
Übersetzerin: Gisela Schmitt
ab 14 Jahren
Erschienen bei cbt
Leseprobe

Inhalt:
Mallory und Rider kennen sich seitdem sie Kinder waren. Die Ereignisse der letzten Jahre führten jedoch dazu das sie sich nicht sahen. Nun geht Mallory auf die Highschool und läuft am ersten Tag Rider über den Weg. Es ist als ob sie nie den Kontakt verloren hätten. Beide haben viel auszuarbeiten, doch während früher Rider der Starke war ist es nun Mallory die Rider den Rücken stärkt.

Meine Meinung:
Morgen lieb ich dich für immer kommt mit einem Titel und einem Cover, das eine Liebesgeschichte vermuten lässt. Damit liegt man schon richtig, aber es ist eine ganz besondere Liebesgeschichte. Eine Geschichte zweier Pflegekinder die sich halt geben mussten um schlimme Dinge zu überstehen. Eine Liebe die viel tiefer geht als man es für das Alter vermuten würde.

Und doch ist es nicht kitschig. Alles was die Autorin schreibt kann man genauso nachempfinden. Nie hatte ich das Gefühl das sie übertreibt, es zu schnell oder zu langsam anging. Langeweile kam an keiner Stelle auf. Ich war gefesselt von dieser traurigen aber auch wunderschönen Geschichte. Von der Gewalt die Mallory und Rider erfahren mussten. von all den schönen Dingen die ihnen widerfahren sind. Kleinere Zankereien in der Schule würden mich in anderen Geschichten vielleicht Nerven, hier lockern sie das Geschehen auf und lassen alles so normal wirken.

Dabei sind die Protagonisten alles andere als Normal.
Mallory hat in ihrem viel durch machen müssen. Sie hat jetzt das Glück von einem Ehepaar adoptiert worden zu sein, das sie wirklich liebt. Doch vor vier Jahren noch lebte sie in einer Pflegefamilie in der jeder Laut zu viel war und Alkohol, Drogen und Gewalt an der Tagesordnung standen. So ist es nicht verwunderlich das sie Probleme hat mit anderen zu sprechen. Man liest wie sie Stück für Stück aus ihrem Schneckenhaus heraus kommt und immer stärker wird. Es dauert bis solche Trauma aufgearbeitet sind und so ist es auch hier. Alles kommt Stückchenweise, so dass es dem Leser und auch Mallory selbst kaum auffällt.
Rider hatte nicht ganz so viel Glück. Er ist Mallorys Beschützer gewesen, ihr großer Bruder der auf sie aufgepasst hat und sich für sie hat verprügeln lassen, damit es seiner Maus gut geht. Nach einem Ereignis vor vier Jahren kam er ins Heim und landete wieder bei einer Pflegefamilie. Doch auch wenn sich seine Pflegemutter um ihn kümmert, er ein Dach über den Kopf und genug zu Essen hat lebt er ganz anders als Mallory. Er sieht in sich das was die Umgebung zu sehen glaubt und meint er wäre nichts Wert.
Beide Figuren sind sehr starke Figuren sie wurden geprägt durch das was ihnen geschehen ist. Sie haben Freunde, die für sie da sind und doch können sie sich nur gegenseitig perfekt verstehen. Die gemeinsame Vergangenheit hat sie geprägt.

Am Ende steht eine Geschichte bei der ich nur bedingt schockiert war, schließlich weiß man dass das Jugendamt nicht immer alles sieht was es sehen sollte. Das Kinder misshandelt werden und das nicht nur, wie in dem Fall, von Pflegeeltern sondern auch von biologischen Eltern. Hier ist eine Geschichte entstanden die zeigt das misshandelte Kinder viele Jahre brauchen um das erlebte aufzuarbeiten und manche es sogar niemals richtig schaffen. Es ist aber auch eine wunderschöne Liebesgeschichte, bei der es nicht zu schnell geht und das Pärchen die Zeit bekommt die es braucht. Für mich ein rundum gelungenes Jugendbuch.

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