[Rezension] Joana Brouwer – Der Puppenfänger

Joana Brouwer
Der Puppenfänger
ISBN 978-3-548-28485-9
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Ullstein
Leseprobe

Inhalt:
Heide von der Heide ist Privatdetektivin und wird Nachts von einer alten Freundin aus dem Bett geklingelt. Sie braucht Hilfe, denn ihr Schwager ist verschwunden. Die Polizei möchte noch nichts tun und so bittet sie Heide ihren Schwager wieder zu finden. Doch niemand ist traurig das er verschwunden ist. Als dann noch der Halbbruder des Vermissten tot aufgefunden wird ermittelt Kommissar Dieter Fuchs, der Lebensgefährte von Heide ebenfalls in diesem Fall.

Meine Meinung:
Der Puppenfänger kam überraschend zu mir. ich hatte schon mal von dem Buch gelesen und es klang wirklich interessant, aber man kann ja nicht immer alles haben…oder doch?

Die Autorin war mir vollkommen unbekannt und auch der Ermittlerduo Von der Heide/Fuchs war mir noch nicht bekannt. Dabei gibt es schon ein paar Fälle von den Beiden, nur eben nicht bei Ullstein.

Ich begann gestern Abend zu lesen und war direkt gefangen von den ganzen Ereignissen. Ein Dorf in dem fast jeder mit jedem Verwandt ist und ein Mensch verschwindet. Doch niemand dem Vermissten eine Träne nachweint. Dazu noch Verbrechen in der Vergangenheit die wohl irgendwas mit dem Fall zu tun haben könnten. Die Spannung war ziemlich schnell greifbar und ein pausieren des Buches nur schwer möglich.

Es gibt verschiedene Faktoren warum das so war. Zum Einen die Handlung, die aus mehreren Fällen besteht und es ist nicht ersichtlich wie diese Stränge zusammen gehören könnten. Zum Anderen die sympathischen Protagonisten und auch ganz wichtig der lockere und flüssige Schreibstil. Es war alles leicht zu verstehen und die Abschnitte flossen nur so dahin. Da störte mich auch nicht das es doch recht viele Namen gab, die der Zeugen wurden aber dann auch uninteressant somit blieben die wichtigsten Beteiligten und die waren dann schon so weit in meinem Hirn verankert das ich keinen mehr durcheinander schmiss.

Die Hauptfiguren sind sehr gut beschrieben. Auch wenn ich Heide von der Heide und auch Dieter Fuchs noch nicht kannte störte das gar nicht. Ich merkte nur an ein zwei Abschnitten das es schon mal Fälle gegeben haben könnte und erst beim recherchieren im Internet sah ich das mich mein Gefühl nicht trog.
Heide von der Heide ist Privatdetektivin weil es zur Polizistin nicht gelangt hat. Sie hat den Sporttest vermasselt und hat sich einen anderen Weg gesucht. Ihre Art an den Fall ran zu gehen war logisch und nicht überhastet. Auch bekam man nie das Gefühl das ihr etwas in den Schoß geflogen ist. Heide ist eine sympathische Person die ich gerne als Freundin hätte. Sie wirkt unkompliziert.
Dieter Fuchs ist ihr Lebensgefährte. nicht immer so ganz damit einverstanden was Heide macht und ein Scherzbold. Er ist in der Geschichte zunächst aber doch recht zweitrangig.
Dann gibt es noch Figuren aus dem Umfeld des Vermissten. Diese sind obwohl es ja Nebenfiguren sind recht gut und anschaulich beschrieben und haben eine gewisse Tiefe. Am liebsten mochte ich eine schrullige Oma, die Heide in dem Dorf auf der Straße traf.

Der Fall wird wie oben schon geschrieben sehr logisch und mit einiger Zeit gelöst. Ich hatte als Leser nie den Eindruck das irgendetwas überhastet wurde. Als Leser begleitet man Heide von der Heide, aber man erlebt auch die Gefangenschaft von dem Vermissten und kann ahnen was er getan hat um in die Situation zu kommen. Außerdem liest man immer mal wieder von den Angehörigen des Vermissten.
So ist man als Leser eigentlich gut im Bilde. Wie sich am Ende aber alles zusammenfügt darauf bin ich erst kurz vor Schluss gekommen. Ich hätte ein ganz anderes Ende vermutet und die Autorin hat es geschafft mich mit ihren Spuren in die Irre zu leiten.

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