[Rezension] John Boyne – So fern wie nah

John Boyne
So fern wie nah
ISBN 978-3-596-85650-3
Gebundene Ausgabe
12,99 €
Erschienen bei KJB
Leseprobe

Inhalt:
Alfie ist fünf Jahre alt als 1914 der Krieg beginnt und sein Vater sich freiwillig fü´r die Armee Meldet. Er sieht ihn lange Zeit nicht und versucht der Mann im Haus zu sein. Er putzt Schuhe und trifft dabei auf einen Arzt und einen Hinweis wo sein Vater, von dem er nun schon so lange nichts mehr gehört hat, wirklich ist.

Meine Meinung:
Ich kenne Der Junge im gestreiften Pyjama und war ganz begeistert davon wie gefühlvoll John Boyne schreiben kann. Nun kam ein neues sehr gefühlvolles Buch raus. So fern wie nah beschreibt die Beziehung zwischen Vater und Sohn. Es handelt von den Kriegsereignissen in England. Wobei der Autor es schafft das Grauen zu beschreiben und es doch im Hintergrund zu lassen.

Es geht um Alfie, seine Mutter und seinen Vater. Um die Bewohner seiner Straße und um die Liebe.
Alfie ist fünf Jahre alt als sein Vater in den Krieg zieht. Georgie sein Vater hat sich freiwillig gemeldet. Jeder geht davon aus das der Krieg schnell vorbei sein soll. Alfie ist ein Kind und versteht doch recht viel. Er vermisst seinen Vater und merkt auch das die Situation immer schlechter wird. Er trägt zum Familienunterhalt bei und als er einen Hinweis bekommt wo sein Vater sein könnte. Handelt er sehr mutig. In einer kindlichen Naivität versucht er seinen Vater nach Hause zu holen. Alfie ist ein mutiger Junge, der weiß was im Leben wichtig ist und das obwohl er so jung ist. Er ist die Hauptfigur. Niemand ist so wichtig wie er weswegen eine wirkliche Tiefe nur bei ihm vorkommt. Man kann aber ahnen wie es den anderen Figuren geht. Sie sind Erwachsene und wissen was Krieg bedeutet.

Das Buch hat mich von Anfang bis Ende berührt und gefesselt. Es ist eine zauberhafte Geschichte und ich würde mir wünschen wenn alles so einfach wäre wie es hier am Ende ist.
Der Schreibstil ist einfach gehalten, ein wenig kindlich und doch ernst. Es ist eine Erzählung bei der ich sehr gespannt war wie es endet. Wird es ein Happy End geben oder eben nicht? Am Schluss fand ich das Ende gut so wie es war. Ein wenig ahnte ich schon wie es weiter geht und das bevor  der Autor vom verschwundenen Vater schrieb, doch trotzdem war es für mich interessant.

So fern wie nach ist für mich eine andere Art Kriegsgeschichte. Eine Geschichte mit viel Gefühl und doch den nötigen Ernst hinter der Fassade.

4buecher

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