[Rezension] John Gapper – Die Diagnose

John Gapper
Die Diagnose
ISBN 978-3-492-30077-3
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Piper
Leseprobe

Inhalt:
Der Wallstreet Gigant Harry Shapiro taucht eines Abends in der Klinik auf in der Dr. Ben Cowper in der psychiatrischen Abteilung als Oberarzt arbeitet. Seine Frau Nora hat Angst das er sich etwas antun könnte. Shapiro ist ein Geldgeber der Klinik und so wird Cowper unter Druck gesetzt ihn wieder zu entlassen, schließlich möchte Shapiro auch nicht bleiben und die Behandlung kann doch gewiss auch ambulant fortgesetzt werden. Mit einem unguten Gefühl entlässt Cowper ihn und erfährt ein paar Tage später von einem Todesfall am Wohnort des Giganten. Ist es Harry Shapiro?
Cowper macht sich Vorwürfe ihn entlassen zu haben und hofft das er nicht zur Rechenschaft gezogen wird, doch es kommt anders als er ahnt und wird wesentlich gefährlicher für ihn als er erwartet hätte…

Meine Meinung
Dieses Buch klang trotz Wallstreet und damit dem Thema Geld und Finanzen interessant und so wollte ich es auch gerne lesen. Doch recht schnell bereute ich diesen Wunsch.
Der Anfang war noch recht spannend doch dann kamen erstmalig knapp 100 Seiten Vorgeschichte bis zu dem Zeitpunkt des Todesfalls. Erst da steigerte sich dien Spannung wieder ein wenig, doch für mich war die Luft raus.
John Gapper verliert sich zu sehr in Nebensächlichkeiten als das eine Spannung oben gehalten werden könnte. Er beschreibt sogar einen Teppich bis ins Kleinste und das war am Ende wirklich nicht wichtig. Nun hat das Buch knapp 350 Seiten und ich befürchte würde man die ausufernden Beschreibungen raus nehmen wären es nur noch um die 200, dafür aber gewiss wesentlich spannender.

Der einzige Vorteil. Man lernt die Figuren der Geschichte Recht gut kennen. Vor allem Dr. Ben Cowper aus dessen Sicht das Buch erzählt wird nicht nur das er sich Vorwürfe macht Harry Shapiro entlassen zu haben zur selben Zeit kommt sein Vater ins Krankenhaus und seine Freundin verlässt ihn. Bei ihm bricht alles zusammen. Er ist Spielball in diesem Buch. Spielball von Macht und Geld.
Sicher hätte man das erahnen können bei der Kurzbeschreibung aber ich hätte nicht gedacht das der Fokus so sehr darauf liegt.

So kann ich diesem Buch leider keine gute Bewertung geben. Allerdings wird jemand der die Hintergründe in Bänkerkreisen zu schätzen weiß hiermit vielleicht mehr anfangen. Es ist ein recht anspruchsvolles Buch das man nicht so nebenher lesen kann. Leider fehlte mir dazu die Spannung auch wenn Lee Child auf der Rückseite des Buches etwas anderes verspricht.

2buecher

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