[Rezension] Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

Jojo Moyes
Ein ganzes halbes Jahr
ISBN 978-3-499-26703-1
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Rowohlt
Leseprobe

Inhalt:
Will Traynor hat alles was man sich vorstellen kann. Einen Job der ihm Spaß macht, eine Freundin die gut aussieht und die finanziellen Mittel um Urlaub nach seinem Geschmack zu machen.  Dann hat er einen Unfall und kann nichts weiter bewegen als seinen Kopf. Er verliert seinen Lebensmut und weiß das er dieses Leben so nicht leben möchte.
Seine Mutter stellt ihm eine junge Frau an die Seite die sich um ihn kümmern soll. Louise sucht verzweifelt einen Job und findet nichts bis sie das Angebot von Frau Traynor bekommt und annimmt. Sie ahnt nicht im geringsten auf was sie sich eingelassen hat

Meine Meinung:
Ein ganzes halbes Jahr stand so gar nicht auf meinem Leseplan bis ich all die positiven Rezensionen las. Diese haben nicht zu viel versprochen. Ich habe die 528 Seiten innerhalb eines Tages verschlungen, aber seid gewarnt: Es herrscht Taschentuchpflicht.

Ein ganzes halbes Jahr erzählt authentisch vom Schicksal von Will. Größtenteils gelähmt kann man sich gut vorstellen das dieses Leben nicht erstrebenswert ist und nicht unbedingt Freude bereitet. Außerdem behandelt es das Thema Sterbehilfe in so einem Fall und stimmt nachdenklich. Die Geschichte wird allerdings aus der Sicht von Lou in der Ich-Form erzählt, aber das ist gut so und passt. Will erlebt wenn Lou nicht dabei ist nun wirklich nicht viel in seinen vier Wänden. Es gibt noch Kapitel in denen sein Pfleger, seine Mutter, sein Vater und auch die Schwester von Lou erzählen, aber das ist immer nur ein Kapitel und Situationsbedingt
Lou begleiten wir von der Kündigung in ihrem alten Job bis zum Ende egal was passiert. Der Leser erlebt ihre Gefühle hautnah mit (Denkt dran Taschentücher). Es ist eine traurige Geschichte, aber auch eine bewundernswerte Geschichte. Sie beinhaltet das Thema Sterbehilfe, was in Deutschland ja verboten ist und beleuchtet auch dieses mal von einer anderen Seite.

Die Protagonisten sind sehr realitätsnah und mit viel Tiefe dargestellt. Ich konnte mir als Leser vorstellen das Will sich in seinem Körper momentan nicht wohl fühlt. Konnte mir aber auch vorstellen wie schwer es für seine Familie sein muss. Will triefst nur so vor Sarkasmus und gerade am Anfang merkt man wie unzufrieden er ist. Er stößt alle vor den Kopf weil er sich selber nicht mag. Das gibt sich mit der Zeit und es gab nicht nur traurige Szenen über manche Sachen musste ich auch wirklich lachen.
Lou ist eher in sich gekehrt ein Mauerblümchen wenn man mal von ihrem Outfit absieht. Sie wird von allen unterschätzt auch von sich selbst. Die Arbeit bei Will baut sie auf, man merkt wie sie immer mehr über sich hinaus wächst.
Will & Lou zusammen helfen sich gegenseitig. Sie bauen sich gegenseitig auf.

Alles in allem ist dieses Buch mehr als die 5 Bücher wert. Es ist unbeschreiblich, wunderschön, nah an der Realität und einfach nur zu empfehlen. Irgendwie fällt es mir schon ein wenig schwer all das tolle auszudrücken. Eine wunderschöne gefühlvolle Geschichte.

4 Gedanken zu „[Rezension] Jojo Moyes – Ein ganzes halbes Jahr

  1. Oh die Rezi klingt gut und ich hab ja regelrecht auf deine Rezi gewartet, weil ich schon so viel Gutes über das Buch gehört habe….es steht auf meiner suchi-Liste! Und jetzt erst recht!

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