[Rezension] Jojo Moyes – Weit weg und ganz nah

Jojo Moyes
Weit weg und ganz nah
ISBN 978-3-499-26736-9
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Rowohlt
Leseprobe

Inhalt:
Jess zieht ihre Kinder alleine auf, der Mann hat seine eigenen Probleme und sie entschuldigt ihn. Dann bekommt die gemeinsame Tochter die Chance auf eine Eliteschule zu gehen, die aber viel Geld kostet oder für die sie ein Stipendium braucht. Jess tut alles um ihrer Tochter diesen Traum zu erfüllen und bekommt unerwartete Hilfe…

Meine Meinung:
Weit weg und ganz nah wurde bereits sehr gegensätzlich bewertet und so ging ich an dieses Buch ohne Erwartungen. Ich bin sowieso niemand der Bücher mit Vorgängern vergleicht gerade wenn es wie hier eigenständige Bücher sind. Bei Reihen ist das etwas anderes. Weit weg und ganz nah steht ganz für sich alleine und hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Im Rückentext liest man schon von Jess und ihren Kindern und auch davon dass das Geld knapp ist somit wusste ich schon worum es geht. Der Beginn war für mich somit recht leicht und ich fühlte mich recht schnell in der Geschichte wohl. Jess ist eine Löwenmutter. Sie versucht alles damit es ihren Kindern gut geht. Vom Vater alleine gelassen zieht sie sogar ihren Stiefsohn auf. Sie ist eine Optimistin und steht immer wieder auf wenn sie zu Boden fällt. So hat man aber gerade am Anfang das Empfinden das die Gefühle bei ihr auf der Strecke bleiben. Der alltägliche Stress überspielt diese Gefühle auch wenn man als Leser sehr deutlich merkt was sie bedrückt. Schon alleine weil ich selber weiß wie erdrückend finanzielle Probleme sein können.

Die Geschichte ist aus verschiedenen Sichten geschrieben. Zum einen ist da Jess, aber auch Tanzie, Ed und Nicky kommen zu Wort. Das sind die Protagonisten dieses Buches und alle haben ihr Päckchen zu tragen.
Tanzie ist die Jüngste, 10 Jahre alt, ein Mathegenie. Sie erzählt recht fröhlich man merkt das sie zwar weiß das es ihnen nicht so gut geht aber ihr sind noch andere Sachen wichtig zum Beispiel die Mathematik und so ist sie recht entspannt. Sie ist aber auch der Auslöser für diesen Roadtrip, denn es gibt die Chance auf eine Privatschule zu gehen und dafür brauchen sie Geld das sie bei der Matheolympiade in Schottland gewinnen könnte. Ein ganz schöner Druck.
Ed kommt erst gegen Ende öfter zu Wort, das unterstreicht wie verschlossen er zu Beginn ist. Er fühlt sich alleine, wird gemobbt durch sein Äußeres, gar geprügelt. Für ihn scheint es als ob er es nicht Wert ist das man ihn gerne hat wenn schon seine leibliche Mutter ihn nicht wollte und der Vater weg ist. Zunächst war mir dieser Junge sehr fern, was sich aber im Laufe der Geschichte änderte. Weil er sich öffnete aber auch weil er eine untypische Jugendliche Art hat, denn bis auf das er laufend den DS vor der Nase hat gibt es nichts was auf diesen Teenie hinweist auch keine pubertären Zickereien.
Der letzte im Bunde ist Ed. Vollkommen aus einer anderen Welt hat er auch Probleme aus einer anderen Welt. Er hat Geld und hat einen Fehler begangen. Warum er Jess und den Kindern hilft ist erst mal die Frage, denn das weiß er selber nicht, aber er tut es und ändert damit das Leben aller Personen.

Mir war mit dieser Geschichte nie Langweilig und auch langatmige Stellen konnte ich nicht finden. Abbrechen lag mir sehr fern weil ich die Entwicklung dieser Vier sehr interessant fand. Sicher ahnt man ab einem gewissen Punkt auf was es hinaus laufen könnte und wird am Ende doch noch überrascht.

4buecher

2 Gedanken zu „[Rezension] Jojo Moyes – Weit weg und ganz nah

  1. Tolle Rezension, ich kann dir nur zustimmen. Das Buch ist echt gut und wirklich leicht zu lesen, man möchte einfach wissen, was die Charaktere machen und wie es weitergeht. Auch wenn man nach einer gewissen Zeit sagen kann, was als nächstes kommt, wird es trotzdem nicht langweilig beim lesen. Also mir gefiel das Buch ziemlich gut, Jojo Moyes schreibt meiner Meinung nach eh „leichte“ Bücher. LG Svenja

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