[Rezension] Jonathan Tropper – Sieben verdammt lange Tage

Jonathan Tropper
Sieben verdammt lange Tage
ISBN 978-3-426-66273-1
Gebundene Ausgabe
16,95 €
Erschienen bei Knaur

Inhalt:
„Ich bin deine Mutter und ich liebe dich.“ Das sagt Mom immer. Das nächste Wort lautet stets: „Aber …“ Die Familientreffen der Foxmans enden stets mit Türenschlagen und quietschenden Reifen, wenn Judd und seine Geschwister so schnell wie möglich einen Sicherheitsabstand zwischen sich und das Elternhaus bringen. Doch nun ist ihr Vater gestorben. Sein letzter Wunsch treibt allen den Angstschweiß auf die Stirn: Die Foxmans sollen Schiwa sitzen, sieben Tage die traditionelle Totenwache halten. Das bedeutet, dass sie auf unbequemen Stühlen in einem kleinen Raum gefangen sind und nicht davonlaufen können. Nicht vor dem, was zwischen ihnen passiert ist – und nicht vor dem, was die Zukunft für sie bereithält …

Meine Meinung:
Judd ist gehörnter und verlassener Ehemann, seit etwa einem Jahr hat seine Noch – Frau Jen ihn mit seinem Chef betrogen. Er hat seinen job gekündigt und ist aus dem Haus ausgezogen, in dieser verkorksten Situation stirbt sein Vater, der schon längere Zeit im Koma lag. Sein letzter Wille war, das seine Frau und die Kinder Schiwa sitzen, so verwunderlich das für die Kinder ist da ihr Dad es nicht wirklich mit der Religion hatte. Trotzdem sitzen sie Schiwa und einiges passiert in den 7 Tagen, die vollgespickt sind mit Rückblicken und die Gegenwart, kurioses, trauriges und witziges und immer wieder überraschende aber auch vorhersehbare Wendungen nimmt. So traurig der Anlass auch ist, schafft Jonathan Tropper rund um diese Schiwa viel Humor reinzubringen, aber auch an Tiefsinn fehlt es dem Buch nicht, wie ich finde. Ich war amüsiert, fasziniert, traurig und vieles mehr bei 448 Seiten aus dem Haus Foxman, rund um Hillary Foxman, der Mutter, Judds Schwester Wendy und seinem älteren Bruder Paul und dem Nesthäkchen Pillip. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Judd und sie ist keineswegs vorhersehbar auch wenn man sich manches so wünschen würde. Ein richtiges Ende finde ich gibt es nicht, denn das wird offen gelassen, aber vielleicht kommen wir ja so noch in den Genuß eines zweiten teils. Es ist ein Buch das ich wirklich jedem empfehlen kann, weil es nicht nur ein Humorvolles Buch ist, sondern auch sehr Ernst sein kann.

Danke an Knaur

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