[Rezension] Julie Hastrup – Blut für Blut

Julie Hastrup
Blut für Blut
ISBN 978-3-492-30114-5
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen im Piper Verlag

Inhalt:
Eigentlich hat Rebekka gedacht das sie es seit dem Wechsel aus der mobilen Einsatztruppe ruhiger angehen lassen kann. Dann wird sie zu einer weiblichen Leiche gerufen. Die Sozialarbeiterin Kissi Schack wird brutal mißhandelt aufgefunden. Außerdem ist momentan in Kopenhagen ein Serienvergewaltiger unterwegs. Rebekka Holm ermittelt mit ihren Kollegen….

Meine Meinung:
Blut für Blut ist der zweite Band mit der Ermittlerin Rebekka Holm und nachdem ich „Vergeltung“ gelesen habe und recht begeistert war, wollte ich auch gerne weiter die Fälle von Rebekka verfolgen.

Mit dem ersten Band hatte Julie Hastrup die Messlatte ziemlich hoch gesetzt und für meinen Teil blieb sie hinter meinen Erwartungen zurück. Anders als im ersten Band fand ich das Blut für Blut zu viele Längen beinhaltete. Sicher ist Ermittlungsarbeit wichtig und auch interessant, aber nur bis zu einem gewissen Maß und das hat die Autorin hier nicht eingehalten. Es geschieht am Anfang dieser Mord und auch der Serienvergewaltiger ist unterwegs, aber dann passiert eben lange Zeit nichts mehr außer Zeugenbefragungen die ins Nichts laufen. Nun könnte man sagen: Es ist wie im realen Leben. Ja aber das finde ich stellenweise so deprimierend das ich es in einem Thriller doch lieber schneller, rasanter mag.
Dabei hat mich nicht gestört das es recht unblutig zugeht. Taten, so fern  es welche gibt, werden  nicht genau beschrieben sondern nur kurz und bündig abgehandelt. „Die Frau wurde vergewaltigt, Punkt“ aber das stört gar nicht. Es kann aber eben keinen Spannung aufgebaut werden. Erst gegen Ende schafft es Julie Hastrup mich zu fesseln. Dann wenn man merkt es geht vorwärts. Die Ermittlungen führen zu etwas.

Auch sind mit zu viele Stränge vorhanden. Zumindest einer würde mich spontan einfallen, den ich in  der Story gar nicht gebraucht hätte und gut auch hätte raus gestrichen werden können. Zum Schluss erfährt man wie dieser Strang endet, aber dieses Ende  ist wirklich nebensächlich.

Rebekka Holm hat auch hier wieder ihre privaten Problemchen, die so nebenher laufen und auch hier gab es eine Szene die für mich gar nicht hätte sein müssen, aber im laufe der Geschichte zu erwarten war. Sie ist eine kompetente Kommissarin, die auf ihre Intuition hört und damit meistens recht behält.

Positiv erwähnen möchte ich das die Kapitel wieder mit der Datumsüberschrift versehen sind. man liest also wieder Tag für Tag. Auch fand ich es toll das zwischen den einzelnen Ermittlungstagen der Gegenwart, die Vergangenheit mit dem Mordfall von vor 20 Jahren immer im Blickfeld blieb, anhand von Tagebucheinträgen, der Schwester der Ermordeten. So fragt man sich doch die ganze Zeit, wer schreibt da und was hat sie mit dem aktuellen Mord zu tun.

Die Auflösung sprich das Ende fand ich dann mehr wie überraschend. Darauf wäre ich als Hobbyermittler nicht gekommen und das ist auch das was mich mit diesem Buch versöhnt hat. Trotzdem ist es schlüssig und lässt sich logisch erklären. Es wirkt nicht an den Haaren herbei gezogen und ist gut durchdacht.

Mein Fazit: Vielleicht hatte ich meine Erwartungen zu hoch geschraubt, aber für mich bleibt Blut für Blut hinter Vergeltung zurück.

Danke an Piper

2 Gedanken zu „[Rezension] Julie Hastrup – Blut für Blut

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