[Rezension] Ka Hancock – Tanz auf Glas

Ka Hancock
Tanz auf Glas
ISBN 978-3-426-65322-7
Gebundene Ausgabe
19,99€
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Lucy und Mickey sind nun seit 11 Jahren verheiratet. Es war nicht immer leicht und glich einem Tanz auf Glas, denn Mickey leidet unter einer bipolaren Störung und auch Lucy trägt einigen Ballast mit sich rum. Zusammen zu sein sich zu Lieben ist für beide das Größte, doch dann schlägt das Schicksal erneut zu.

Meine Meinung:
Dieses Buch durfte ich dank einer Leserunde bei Was liest du? lesen. Ich muss sagen das es mir weder im Programm von Knaur noch sonstwie besonders aufgefallen ist. Erst als die ersten Rezensionen aufgetaucht sind wurde ich neugierig.

In diesem Buch geht es um Krebs, da mag man denken nicht schon wieder ein Krebs-Buch, aber dieser ist nun einmal allgegenwärtig und  leider nicht klein zu kriegen.
In Tanz auf Glas geht es aber auch um die Krankheit von Mickey eine bipolare Störung. Sein Leben gleicht einem Drahtseilakt immer in Gefahr abzurutschen zu Depressiv oder zu Manisch.

Zunächst lernt man beide Protagonisten, Familie, Freunde und auch bisherigen Lebensweg getrennt und gemeinsam kennen. Dabei kommt zu Beginn jedes Kapitels, die mit Datum versehen sind, Mickey in kursiver Schrift kurz zu Wort. Man kann lesen wie es ihm gerade geht. Dann erzählt Lucy. Von der Familie, der Vergangenheit, Freunden, Ängsten und ihrem Leben überhaupt. Das ganze steuert auf eine Katastrophe in dieser Ehe zu und man kann es förmlich erahnen. Als objektiver Beobachter ist man den Beiden ein Stück voraus. Hier muss man sagen das auch mir der Klappentext schon ein bisschen zu viel verrät. Da ich aber glücklicherweise diesen oft erst hinterher lese hat mich das nicht gestört.

Die Protagonisten sind alle mit sehr viel Tiefe beschrieben. Ich Lucy und auch Mickey konnte ich mich gut rein versetzen. Für meinen Taschentuchvorrat ein wenig zu gut. Auch die Schwestern von Lucy die eine große Rolle spielen lernt man sehr gut kennen.
Lucy spielt die Hauptrolle, aus ihrer Sicht lernt man alle anderen Figuren kennen. Sie war mir von Beginn an sympathisch. Sie musste früh Erwachsen werden und ist unglaublich stark. Ihr Entscheidung mag für manche nicht nachvollziehbar sein. ich konnte sie zum Teil verstehen. Sie gibt nicht auf und kämpft auch wenn das anders geschieht als man in der Situation vermuten könnte.
Mickey wirkt recht schwach und ängstlich. Wenn man so von seiner Krankheit liest wie er sich dabei fühlt und wie er reagiert wenn es bergab geht kann ich das sogar verstehen. Manchmal allerdings zerfließt er fast vor Selbstmitleid und das sind dann die wenigen nervigen Passagen dieses Buches. Keiner kann immer stark sein, aber er wirkt fast immer schwach auch in Situationen in dem er mal stark sein müsste. Trotzdem mag ich ihn. Er springt über seinen Schatten auch wenn das sehr viel Überzeugungskraft braucht.

Dieser Roman ist sehr gefühlvoll. Es geht nicht nur um eine Liebesgeschichte sondern auch um Freundschaft und Familienbande. Hinter dem ganzen Traurigen ist eine schöne Botschaft. Etwas was man gerne weiter geben möchte und jedem wünscht. Liebe kann alles bewirken auch wenn man es nicht Glauben mag.

Mein Fazit: Wunderschön, gefühlvoll am besten Taschentücher mit ordern!!!

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