[Rezension] Kelsey Sutton – Winterseele

 Kelsey Sutton
Winterseele
Band 1

ISBN 978-3-473-58508-3
Klappenbroschur
12,99 €
Übersetzerin: Ursula Held
ab 14 Jahren
Erschienen bei Ravensburger
Leseprobe

Inhalt:
Seit einem Unfall kann Elizabeth Caldwell nichts mehr fühlen. Sie sieht Gefühle zwar bei anderen Menschen um sich herum, doch sie selbst berühren sie nicht. So haben sich die Gefühle alle von ihr abgewandt nur Fear möchte ergründen was dahinter steckt, denn auch wenn er sonst die Menschen in Angst und Schrecken versetzt fühlt er sich zu Elizabeth hingezogen.
Als Elizabeth bedroht wird muss sie die Wahrheit finden…

Meine Meinung:
Die Geschichte von Winterseele klang so gut das ich es unbedingt lesen wollte. Auch das Cover faszinierte mich.

Doch die Geschichte beginnt recht holprig und zog sich für mich dann doch erst einmal in die Länge.

Der Schreibstil ist eigentlich schon leicht zu lesen, aber auf den Leser stürmt doch einiges ein, dass erst einmal eingeordnet werden muss. Der Plot ist sehr interessant und durch kursive Schrift erkennt man auch genau wenn von Gefühlen wie Mitleid, Wut oder Sehnsucht die Rede ist. Etwas störend empfand ich hier das Fear nicht übersetzt wurde und auch das es ein Gefühl Namens Albtraum gibt. Doch das passt so besser in die Geschichte und das deutsche Wörtchen Angst macht für die Geschichte auch nicht so viel her.

Irgendwann war ich in der Geschichte drin, doch fehlte mir die ganze zeit ein wenig die Spannung. Vieles zog sich in die Länge, so dass ich die Geschichte zwar als gut, aber nicht wirklich als überragend empfand.
Die Träume die Liz hat werden kursiv dargestellt. Bringen aber mehr Verwirrung als Aufklärung auch wenn sich am Ende alles zusammen fügt.

Die Figuren sind durch die Gefühle schon recht zahlreich, doch trotzdem nicht unübersichtlich.
Liz oder Elizabeth kann nichts fühlen und doch gibt es Dinge die sie berühren, auch wenn es nicht dasselbe ist. Wenn es nicht um die Gefühlslosigkeit und Fear geht, geht es im Hauptteil um die Farmarbeit, ihren gewalttätigen Vater und der Mutter die Liz nur erträgt, aber nicht als ihre Tochter sieht. Freunde hat Liz kaum, eine kranke Freundin im Krankenhaus, ein Junge der mit ihr ein Projekt schreiben soll und der von ihr eher als Mittel zum Zweck gesehen wird.
Fear taucht nur ab und an auf unter viel erfährt man von seinen Beweggründen erst einmal nicht. Das wird erst im Laufe der Geschichte klarer.
Die Eltern von Liz sind für mich am schlimmsten und auch die Abschnitte mit ihnen. Ich kann mir nicht vorstellen meine Kinder so zu behandeln.

Die letzten Kapitel waren dann aber doch recht fesselnd. Als man auch als Leser alles zusammenfügen konnte und ein wenig Klarheit rein kam, konnte die Geschichte genauso begeistern, wie ich es mir von Anfang an gewünscht hätte.
Dem Ende entnehme ich das es eine Fortsetzung geben wird, Wirklich etwas dazu gefunden habe ich allerdings nicht. An sich ist die Geschichte abgeschlossen und könnte auch als Einzelband gelesen werden.

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