[Rezension] Klaus Seibel – Strafe – Alte Sünden


Klaus Seibel
12 Things to do before you crash and burn
ISBN 978-3-738623482
Taschenbuch
11,99 €
Erschienen bei Seibel digital

Inhalt:
Simon Casselas ist Priester und wird tot und schlimm gefoltert in seiner Kirche gefunden. Er hat früher Minestranten missbraucht und wurde nun von Unbekannten auf die schlimmste Art und Weise zum Gestehen gebracht.
Die Unbekannten haben es sich scheinbar zum Ziel gesetzt Sünder passend zu ihren Taten auf mittelalterliche Art zu bestrafen und Xella Wingert läuft die Zeit davon. Nicht ahnend das sie mehr mit den Taten zu tun hat als sie denkt.

Meine Meinung:
Erst einmal Danke an Klaus Seibel, der mit auf der LBM dieses Buch überließ.
Ich war sehr gespannt auf diesen Thriller, der so im Mittelater hätte geschehen können, denn die Foltermethoden gab es tatsächlich.

Doch bevor es so richtig spannend wird musste ich mich erst einmal durch Hierarchien einer Soko wühlen, lernte eine Kommissarin kennen die es mit den Regeln nicht so genau nimmt und dazu neigt alles im Alleingang zu regeln und lernte einen Berater kennen für den das Wort Gefühlskalt noch zu wenig ist.

Alles in allem klingt das nun recht negativ. Zu Beginn empfand ich es auch so Der erste Mord versprach viel, doch gerade die Figuren empfand ich als zu abgeschottet. Ich konnte keinen Bezig dazu finden.

Xella Wingert ist Kommissarin und untersteht eigentlich Kommissar Küpper, der deckt sie auch, aber mehr erfährt man von ihm nicht. Sie reißt den Fall an sich und auch sonst handelt sie teilweise ohne Rücksicht auf Verluste. Alles muss schnell geklärt werden immer unter dem Deckmantel des Falles. Doch mir fehlte die Menschlichkeit an ihr. Die kam ganz zart in der Mitte des Romanes auf, aber da war mein Urteil schon so gut wie gefällt. Xella war mir einfach unsympathisch
Noch eine Figur war der Berater Patrick Nolden. Er wirkt als ob er eine Maschine wäre. Gefühle Fehlanzeige, doch birgt er eine Geheimnis was ihn noch ein Stück weit interessant machte. Wobei ich hier recht schnell ahnte was es für ein Geheimnis sein könnte.
Dazu kommen noch die Polizeipräsidentin und ein Kommissar aus Frankfurt, Rottmann. Anstatt jedoch miteinander zu arbeiten hat man das Gefühl das jeder sein eigenes Süppchen kocht. Teilweise habe ich manch ein negatives Handeln auch gar nicht verstanden.

Die Taten die mit der Folter zu tun haben, werden anschaulich beschrieben, jedoch auch nicht zu plastisch. Es ist als ob man diese Taten in einem Lehrbuch lesen würde. Wirklich dabei ist man nicht und das ist für manch einen zart beseideten Leser gewiss auch besser so. Die Spannung baute sich allerdings trotz der Taten, erst etwa im letzten Drittel so richtig auf. Von einem gewissen Punkt an fing das Buch an mir restlos zu gefallen. Bis dahin war es der leichte und flüssige Schreibstil der mich anspornte das Buch weiter zu lesen und ihm eine Chance zu geben.

Am Ende ist es interessant über die verschiedenen Foltermethoden zu lesen und auch diesen Fall zu verfolgen, doch mit weniger Reibereien unter Ermittlern wäre es noch besser gewesen.

3buecher

2 Gedanken zu „[Rezension] Klaus Seibel – Strafe – Alte Sünden

  1. Hey Nathalie,

    sind da mehr Bände geplant? Das Grundgerüst erinnert stark an die Serie „Castle“ auch wenn die überhaupt nichts mit historischen Morden zu tun hat.

    Lg Mel

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