[Rezension] Kristen Simmons – Artikel 5

Kristen Simmons
Artikel 5
ISBN 978-3-492-70286-7
Klappenbroschur
16,99 €
Erschienen bei Ivi
Leseprobe

Inhalt:
Ember und ihre Mutter leben in Amerike, im neuen Amerika in dem Bücher und unmoralische Medien verboten sind, es nur eine Religion gibt und eine Familie aus Mann, Frau und mindestens einem Kind besteht. Es herrschen strenge Regeln und Ember versucht alles nicht aufzufallen. Doch das hilft nichts die Moralmiliz steht eines Tages vor der Tür und nimmt ihre Mutter und sie mit. Ihre Mutter hat gegen Artikel 5 verstoßen, der besagt das ein Kind ein Vater haben muss und die Frau mit ihm verheiratet sein muss. Ember kommt in ein Resozialisierungsheim und weiß nicht wo ihre Mutter ist. Sie will alles tun um von dort zu flüchten und ihre Mutter zu finden…

Meine Meinung:
Puh was eine Story. Der Rückentext beinhaltet ja zunächst nur die Artikel, aber die sind von Unsinnigkeit nicht zu übertreffen. Der Klappentext umschreibt worum es geht.

In dem neuen Amerika, nach dem Krieg geht es ungerecht  und diktatorisch zu. Die FBR kontrolliert alles und wird auch Moralmiliz genannt. Selbst das nicht verheiratet sein steht unter Strafe sobald man sich küsst. Eine alleinerziehende Mutter wie die von Ember wird zum Tode verurteilt, wenn die Oberen das wollen. Erschreckend!

In Artikel 5 ist man gar nicht so weit weg von der heutigen Zeit und das lässt die Geschichte so real wirken.  Es herrscht die FBR und alle anderen haben sich zu beugen. Die Städte sind zerstört nur wer gehorscht hat ein gutes Leben, wer nicht der geht vor die Hunde. Die Szenerie wird von der Autorin gekonnt beschrieben und man hat die verschiedenen Schauplätze gut vor Augen.

Die Protagonisten bestehen aus Chase und Ember. Ember will ihre Mutter retten und ist dabei auf Chase angewiesen. Weder Ember noch ich als Leser wusste was man von ihm halten sollte. Ihre Erinnerungen sagten er ist der Mann den sie liebt, der zu ihr liebenswürdig war und für sie da war bis er zur MM ging. Die Gegenwart zeigt den knallharten Soldaten vor dem auch Ember Angst bekam. Und doch blieb sie bei ihm, weil sie ihn brauchte um ihre Mutter zu finden. Es ist ein langer und steiniger Weg und Ember wächst daran. Ist sie zu Beginn noch recht blauäugig, realisiert sie irgendwann wie schlimm es steht und handelt so wie man es kaum von ihr erwartet.
Chase ist recht unnahbar und auch wenn man ihn gut kennenlernt hatte ich das Gefühl ihn fast bis zum Schluss nicht genau zu kennen. Er ist ein gebrochener Mann und als Leser weiß man auch lange Zeit nicht was seine Motivation ist Ember zu helfen, denn ich hatte überwiegend das Gefühl das er es nur widerwillig tut.

Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung wächst stetig. Es gab keine Längen und auch als ich aufhören musste kam ich gut wieder rein in die Geschichte. Alles was Kristen Simmons beschrieb klang schlüssig und nicht an den Haaren herbei gezogen und ich wollte natürlich wissen wie es weiter geht. Hier und da gab es stellen die ich kurzfristig vorausahnte. Ich dachte so könnte es weiter gehen und im selben Kapitel geschah dann selbiges. Trotzdem war es in keinster Weise so das ich das Ende vorausgeahnt hätte.

Dieses Ende ist sowohl abgeschlossen wie auch offen. Ich finde man könnte noch weiter schreiben. Muss es aber nicht unbedingt und kann einfach den Leser entscheiden lassen was er aus der Geschichte macht. Ich für meinen Teil habe mein Ende gefunden und bin vollkommen zufrieden mit diesem Buch

Danke an Ivi

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