[Rezension] Kristina Ohlsson – Aschenputtel

Kristina Ohlsson
Aschenputtel
ISBN 978-3-8090-2591-7
Gebundene Ausgabe
19,99 €
Erschienen bei LIMES

Inhalt:
Sara Sebastiansson ist zusammen mit ihrer Tochter Lilian auf dem Weg zu ihren Eltern als der Zug außerplanmässig anhalten muss. Sarah steigt aus um ein kurzes Telefonat zu führen. Dann fährt der Zug los ohne sie und ihre Tochter sitzt noch schlafend im Abteil. Sie ruft sofort im Zug an und setzt sich in ein Taxi, aber als sie am Bahnhof in Stockholm ankommt ist ihre Tochter verschwunden. Alex Recht beginnt zusammen mit Fredrika und Peder zu ermitteln. Zunächst gilt der Vater des Kindes als höchst verdächtig…

Meine Meinung:
Aschenputtel ist ein Buch das mich direkt durchs Cover angesprochen hat. Ich sah es und musste es haben. Das obwohl ich ja keine Bücher behalte, aber auch der Klappentext klang interessant. Nun habe ich es gelesen und ich finde es nur mittelprächtig. Zu Beginn passiert ja schon direkt etwas. man steigt ein ohne Prolog und liest von der Entführung von Lilian und wie es dazu kam. Dann beginnen die Ermittlungen und es dümpelt so vor sich her. Alle aufgebaute Spannung war erst einmal dahin und ich hoffte das sie bald wieder auftauchte. Erstmal lernte man die Ermittler und auch ihr privates Umfeld kennen, auch wenn das einem Alex, Fredrika und Peder etwas näher brachte bedeutete das bei mir nicht unbedingt Sympathien für die Drei. Als Leser bekommt man dann mit wie die Drei ermitteln, den Vater verdächtigen und zumindest die Männer der Runde doch recht eingefahren sind in ihrer Meinung, auch fand ich die leichte Frauenfeindlichkeit von Peder gegenüber Fredrika nervig und unangebracht. Das ist auch der Grund warum mir Alex zeitweise doch recht unsympathisch war, denn auch er nahm sie als Ermittlerin nicht so ganz Ernst. Ich lese viele Thriller und eigentlich sollte es so sein das doch in verschiedene Richtungen ermittelt wird, aber hier sollte gleich feststehen das der Vater der Entführer ist. Warum dann noch 480 Seiten schreiben? Hmm also abwarten weiter lesen und entdecken das Fredrika als Einzige nicht nur in eine Richtung denkt. Die Kollegin die von den beiden Männern eher belächelt wird war für mich sehr authentisch und sympathisch. Sie agierte so wie ich mir das bei Ermittlungen vorstellen würde. Allerdings kamen auch die Männer irgendwann drauf und die Geschichte kam ein wenig in Fahrt.
Der Plot an sich war interessant, aber hätte keine 480 Seiten bedurft. Das ein oder andere hätte weg gelassen werden können, dann wäre die Spannung eher zu halten gewesen und es gäbe auf jeden Fall eine höhere Bewertung von mir.
Für ein Debüt allerdings finde ich es gut gelungen und es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Für jemanden der einen Thriller gerne liest in dem er nicht unter Hochspannung steht ist hier genau richtig bedient. Es ließ sich leicht und flüssig lesen. Ich hatte keine Textstolperer oder Verständnisprobleme. Einteilung in verschiedene Tage machten es leicht ein Gefühl für die Zeitspanne zu bekommen.

 

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