[Rezension] Lance Rubin – Bin mal kurz tot

Lance Rubin
Bin mal kurz tot
ISBN 978-3-492-70334-5
Klappenbroschur
16,99 €
Übersetzer: Frauke Meier
ab 14 Jahren
Erschienen bei Ivi
Leseprobe

Inhalt:
Denton ist 17 Jahre alt und lebt zu einer Zeit in der fast alle ihr Todesdatum kennen. Er weiß er ist ein sogenannter Früher, denn er wird nicht älter als diese 17 Jahre und hat nur noch höchstens 36 Stunden zu leben. Diese möchte er ganz normal verbringen. Doch zunächst findet er sich im Bett eines Mädchens wieder und kann sich an die vorangegangene Nacht nicht erinnern. Ein unglücklicher Start in seine letzten Stunden. Keiner weiß wie er sterben wird, doch er entdeckt einen kleinen Purpur-Roten Fleck, der die Ursache sein könnte…

Meine Meinung:
Bin mal kurz tot ist schon ein Titel der mich neugierig macht, der Klappentext dann erstrecht. Schließlich finde ich es interessant zu überlegen was wäre wenn jeder seinen Todestag kennen würde.

Das Thema greift der Autor Lance Rubin im jugendlichen Stil auf, denn natürlich ist ein früher Tod wesentlich interessanter als einer der jenseits der Rentengrenze passiert. Erschaffen hat er Denton, ein Junge, der mir zu Beginn etwas zu hyperaktiv war, doch natürlich ist man das wohl wenn man in fremden Betten wach wird und sich an nichts mehr erinnern kann. Diese Verwirrtheit hat der Autor sehr gut beschrieben und rüber bringen können. Das alles in einem jugendlich-leichten Schreibstil, der sich flüssig lesen ließ. Ich hatte von Beginn an das Gefühl, das ist ein Buch das mir gefallen könnte.

Es gefiel mir auch, doch trotzdem gibt es ein paar Kritikpunkte. Manches wurde mir zu wenig erläutert, anderes so in die Länge gezogen, dass es langatmig wurde. Diese Stellen häuften sich im Mittelteil und machten mir ein wenig das Lesen schwer.

Die Figuren bleiben alle recht blass, wie ich finde. Von Denton erfährt man ein wenig mehr, aber ansonsten oftmals nur Andeutungen. Sein ganzen Umfeld wandelt zwischen aufgescheuchten Hühnern und die Ruhe in Person. Dazu noch wohlgesonnene und auch welche die ihn auf dem Kieker haben und gerne schnell tot sehen würden.

Irgendwann ist auch absehbar auf was alles hinaus läuft, denn schließlich ist dieses Buch kein Einzelband, wovon ich zu Beginn noch ausging. So sind manche Sachen einfach klar ohne das man davon gelesen hat und ahnt hier und da etwas voraus. Das störte mich aber in Hinblick auf das Ende nicht, denn es ist schon irgendwie abgeschlossen, auch wenn es noch weiter geht.
Als Leser könnte man nun hier aufhören. Ich selber weiß noch nicht ob es mir reicht oder ob ich den nächsten Band noch lesen werde. Im Rückblick waren die Längen schon sehr gering und hier und da gab es wirklich spannende Stellen. Interessant war das Grundthema auf jeden Fall, auch wenn ich mir gewünscht hätte das noch mehr drauf eingegangen worden wäre.

3buecher

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