[Rezension] Lias Shoham – Tag der Vergeltung

Liad Shoham,
Tag der Vergeltung
ISBN 978-3-8321-9701-8
Hardcover
18,99 €
Erschienen bei Dumont

Inhalt:
In Tel Aviv wird eine junge Frau auf offener Straße vergewaltigt. Keiner hat was gesehen oder gehört und so tappt die Polizei im Dunkeln. Der Vater des Opfers möchte sich damit aber nicht abfinden und ermittelt auf eigene Faust. Schnell findet er den Täter : Ziv Nevo. Er wurde schon einmal wegen Belästigung angezeigt und war in der Nähe des Tatorts, aber die Polizei ist noch nicht überzeugt das er der Täter ist…

Meine Meinung:
Was soll ich schreiben. Der Rückentext verspricht einen großartigen Thriller und ein rasantes und komplexes Buch und ich kann keins von beidem bestätigen.

Liad Shoham als Autor kannte ich bisher gar nicht, aber der Rückentext sprach mich an und so wollte ich es natürlich lesen. Mag ich doch gerne Thriller. Aber ich hätte vielleicht das Wörtchen Mafia genauer nehmen sollen, oder es lag an etwas Anderem ich weiß es nicht. Auf jeden Fall fehlte mir hier die Spannung und ich fand ihn auch nicht großartig.

Erstmal zu den positiven Punkten. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht zu lesen und das auch wenn man sich eher langweilt als unterhalten fühlt. Anfangs war da auch noch eine Spannung, die aber recht schnell abflachte. Der Plot ist interessant und auch die Protagonisten haben ausreichend Tiefe. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und wechseln zwischen den verschiedenen Schauplätzen
Der Schauplatz Tel Aviv ist wichtig wegen der Gesetzgebung, ansonsten könnte es auch überall stattfinden. Shoham hat aber seine Heimat gewählt und sich somit in seiner Wohlfühlzone bewegt.

Was war also der Grund das er mir nicht zusagte. Genau kann ich es gar nicht benennen und natürlich ist es meine subjektive Meinung.
Probleme bereiteten mir die vielen Personen, die vielen Verästelungen und das zu Beginn gar nicht genau fest stand worum es geht, denn die Vergewaltigung ist ja eher ein Nebenschauplatz. Lange dauerte es bis endlich der eigentliche Fall zur Sprache kam.
Der Leser wird auch fast bis zum Ende ziemlich im Dunkeln gelassen wie alles zusammen passt, was ich hier eher als negativ empfand obwohl es ja eigentlich für Spannung sorgen sollte. In meinem Kopf drehte sich immer die Frage: Warum? Ein vorheriges erkennen des Täters oder der Situation ist nur schwer möglich.

Mein Fazit: Alles in allem ist es ein anspruchsvoller Thriller, bei dem man hoch konzentriert sein sollte und den man nicht mal eben zwischendurch lesen kann, auch wenn er nur etwa 350 Seiten hat.

 

Danke an Das Buch Magazin und Dumont

 

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