[Rezension] Linda Castillo – Blutige Stille

Linda Castillo
Blutige Stille
ISBN 978-3-596-18451-4
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei Fischer

Inhalt:
Officer Chuck Skidmore genannt Skid Hat Nachtschicht als er bei einer Pause schreie von einem Mann hört. Er geht der Sache auf den Grund und trifft auf Reuben Zimmermann einem Amischen der ihm berichtet das er bei der Familie Plank im Haus, die Leichen von dem Vater und seinen zwei Söhnen gefunden hat. Skid macht sich auf den Weg dorthin und findet einen grausamen Tatort vor. Der Vater und die Jungs wurden scheinbar erschossen. Auf der Suche nach den weiblichen Familienmitglieder finden sie im Hof erst die Mutter, mit ihrem Baby, tot, und dann in der Sattelkammer beide Mädchen des Hauses ebenfalls tot und grausam gefoltert. Die Familie gehörte zur amischen Gemeinde in Painters Mill. Niemand kann sich erklären was vorgefallen sind weil sie getreu nach den Regeln ihres Glaubens gelebt haben. Wer ist der Mörder? Wird es noch mehr Tote geben?

Meine Meinung:
Blutige Stille ist für mich der erste Roman der Reihe und ich hatte noch nicht mal eine Ahnung das es schon einen Teil gibt. Erst als ich anfing zu lesen ahnte ich es weil immer wieder von einem letzten Fall die Rede war. Gestört hat es nicht das ich keinerlei Vorkenntnisse hatte. Das was ich wissen musste wurde erwähnt und so konnte ich diesen Thriller ganz unabhängig von dem Anderen lesen.  Trotzdem finde ich es Schade das es nicht irgendwie gekennzeichnet wird, denn meistens wird für mich der vorherige Band uninteressant wenn ich den nächsten schon kenne. Irgendwie ist dann die Luft raus. Aber das gehört eigentlich gar nicht hierher.
Blutige Stille geht schon gleich recht blutig und grausam los. Dann kommt jede Menge Ermittlungsarbeit. Ganz viele Spuren mit vielen Sackgassen. Irgendwie merkt man auch als Leser das es stagniert, aber es wurde trotzdem nie langweilig. Auch wenn beim Inhalt auch beim Rückentext eher Skid derjenige war der für mich einer der Hauptprotagonisten war, ist es viel eher Chief Kate Burkholder. Sie hat wohl auch schon in Die Zahlen der Toten ermittelt. Zusammen mit ihrem Team, dem Skid angehört versucht sie den Täter zu fassen und schafft es auch mit Hilfe von Tomasetti. Mit ihm verbindet sie nicht nur die Arbeit, sondern auch das Privatleben, was immer wieder eingewoben wird, aber nicht zu viel. Kate verbindet auch etwas mit den amischen Opfern. Ist sie doch selber in einer amischen Familie groß geworden und kennt sich daher mit den Gepflogenheiten aus. Das allerdings ist nicht immer positiv da sie eine Verbannte ist.
Ich fand es interessant etwas über Amische zu erfahren. Ich glaube hier in Deutschland gibt es sie nicht (Sorry für mein Unwissen) aber es ist doch faszinierend das es ganze Glaubensgruppen gibt die ohne die modernen Errungenschaften leben und sich dabei wohl fühlen. Manches erscheint mir übertrieben, aber viel mehr bin ich fasziniert von diesem Verzicht. Wie dem auch sei, hier spielt es eine große Rolle und erschwert die Ermittlungarbeiten zusätzlich.
Das alles führte dazu das ich mich gut und spannend unterhalten fühlte und ich das Buch auch ruck zuck gelesen hatte. Die Spannung war greifbar und durch Wendungen steigerte sie sich immer weiter.

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