[Rezension] Linwood Barclay – Fenster zum Tod

Linwood Barclay
Fenster zum Tod
ISBN 978-3-426-21356-8
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe 

Inhalt:
Thomas leidet an Schizophrenie. Von klein auf faszinieren ihn Städte und Länder. Er kennt jeden Breiten und Längengrad und kann alles aufzeichnen. Seitdem es Whirl360 gibt geht er seiner Obsession am PC nach und besucht dort alle Städte und prägt sich alles ein. Für ihn ist das Arbeit für sein Umfeld ein Spleen. Bei einer seiner Sitzungen am PC entdeckt in einem Fenster einen Menschen dem eine Plastiktüte über den Kopf zusammengezogen wird. Er ist ganz fest der Meinung das dort ein Mord geschieht und teilt das auch seinem Bruder mit, aber ihm wird nicht geglaubt. Am nächsten Tag ist dieses Bild weg und alles sieht normal aus. Hat er sich das nur eingebildet….

Meine Meinung:
Fenster zum Tod ist der zweite Thriller von Linwood Barclay und gleichzeitig ein remake von Hitchcocks Fenster zum Hof. Nur hat in diesem Buch das Internet Einzug erhalten.
Fenster zum Tod ist mit 589 Seiten ein Buch das sich nicht nur durch den Inhalt auszeichnet. Es ist eine Geschichte bei der man denkt sie sollte so schnell nicht aufhören und das ist hier auch nicht so schnell der Fall.

Zu Beginn lernt man die Personen kennen die hier eine Rolle spielen.
Da ist Thomas der schizophrene PC Junkie, der jede Landkarte zeichnen kann und fest davon überzeugt ist für die CIA zu arbeiten.
Er hat einen Bruder Ray, dieser kommt ach dem Tod des Vaters zu Thomas um die ganzen Erbschaftsangelegenheiten zu klären und kommt doch recht bald an seine Grenzen. Thomas ist eben speziell und Ray muss damit erstmal umgehen können.
Als dann Thomas den Menschen bei Whirl360 am Fenster entdeckt hält es jeder für ganz harmlos aber Ray musste in Auftrag von Thomas nachprüfen was dort los war. So geraten sie immer tiefer in die Verstrickungen von Leuten die sie gar nicht kennen.
Parallel dazu liest man von den Personen die diese Verstrickungen verursachen. im Prinzip liest man also nicht nur von dem Ereignis sondern auch wie es entsteht. So ist man bei jedem Gedankengang dabei und kann sich sehr gut reinfühlen.
Der Autor spielt mit der Neugier des Lesers und greift dabei ein Thema auf was jeder sich vorstellen könnte und der ein oder andere Voyeur auch gewiss gerne selber entdecken würde. Auch wenn ich selber Google Street View noch nie genutzt habe ist es bestimmt aufregend Sachen zu entdecken die eben nicht normal sind und den Blick aus sich ziehen.
Die Spannung baut sich nur langsam auf aber durch die Fragen die sich beim lesen stellen möchte man natürlich immer weiter lesen. Bis zu dem Punkt wo man das Buch vor Spannung einfach nicht mehr weglegen kann.
Diese Spannung hält sich bis zum Ende auch wenn es so einige Berg und Tal Fahrten  gibt , aber sterbenslangweilig wird es nie.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Es gibt nichts kompliziertes und man kommt gut mit. Nie habe ich überlegen müssen was vor 100 seiten geschehen ist, alles baut aufeinander auf und kommt zu einem schlüssigen Ende. Fragen bleiben nicht offen.
Dieses Buch ist abgeschlossen und man kann es auch lesen ohne den Vorgänger zu kennen. den werde ich aber ganz bestimmt auch noch lesen.
Mein Fazit: ein buch das ich sehr empfehlen kann und was man nicht so gerne zur Seite legt. 589 Seiten fliegen nur so dahin
Vielen Dank an Knaur

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