[Rezension] Marah Woolf – Götterfunke Bd.1: Liebe mich nicht

 Marah Woolf
Götterfunke – Liebe mich nicht 
Band 1

ISBN 978-3-7915-0029-4
Gebundene Ausgabe
18,99 €
ab 14 Jahren
Erschienen bei Dressler
Leseprobe

Inhalt:
Jess freut sich auf die letzten Ferien mit ihrer besten Freundin im Camp der Rockys. Doch schon bei der Anfahrt begegnet sie einem Jungen der sie nicht loslässt und dieser Junge, Cayden, ist mit im Camp. Um Jess ist es geschehen. Nichtsahnend das Cayden für seine Zeit im Camp ganz andere Dinge geplant hat für. Er, der Göttersohn Prometheus, hat mit Zeus eine Vereinbarung getroffen: Wenn er ein Mädchen findet das ihm widersteht macht Zeus ihn sterblich. Ein Spiel bei dem keiner wirklich gewinnen kann, oder doch?

Meine Meinung:
Bisher kenne ich von Marah Woolf nur den ersten Federleicht Band, doch der gefiel mir so gut das sie seitdem auf meiner Liste der zu lesenden Autoren gehört. Götterfunke ist der erste Band einer neuen Reihe auf die ich sehr gespannt bin. Von Göttern als Figuren von Jugendromanen habe ich noch nicht oft gelesen.

Der Einstieg war leicht. Zunächst erfährt der Leser die Regeln des Spiels der Götter. Danach geht es direkt mit den Aufzeichnungen von Hermes weiter, der so eine Art Kommentator und Beobachter in der Geschichte ist. Er half mir am Anfang sehr alles zusammen zu fassen was passiert ist. Seine Ausführungen stehen immer am Beginn eines Kapitels.

Die Kapitel selber sind nicht übermäßig lang, aber prall gefüllt mit Ereignissen. Langweilig wird es nie. Da gibt es nicht nur das Spiel mit der Liebe um die Sterblichkeit von Prometheus von Cayden und Zeus, sondern auch Streitigkeiten innerhalb der Götterfamilie, die für die Menschen gefährlich werden könnten und natürlich auch die Geschichte von Jess, die Caydens Weg kreuzt und nun unsterblich verliebt ist. Es gab keinen Moment an dem diese Geschichte langweilig war. Ich fühlte mich immer gut unterhalten und wollte auch stets weiter lesen. Gerade am Ende mochte ich die Finger nicht mehr vom Buch lassen.

Die Figuren sind zahlreich, Jess und ihre Freunde, Campbewohner und Arbeiter, Die Götterfamilie und doch hatte ich kein Problem all diese Personen auseinander zu halten und einzuordnen. Die Figuren sind alle sehr speziell und mit prägnanten Eigenschaften ausgestattet. Zudem gab es keine bzw. nur wenige ähnlich klingende Namen so dass auch hier nur wenig Gefahr bestand Personen zu verwechseln.
Jess steht im Mittelpunkt. Aus ihrer Sicht wird der erste Band erzählt, wenn nicht Hermes seines Ausführungen wieder gibt. Sie hat ein geringes Selbstbewusstsein, was wohl auch mit ihrer Vergangenheit zu tun hat. Auf ihr lastet schon viel kümmert sie sich zuhause neben der Schule noch um ihre kleine Schwester und um den Haushalt, weil ihre Mutter nicht dazu in der Lage ist. Jess ist stark, auch wenn sie es selber nicht so sieht. Sie freut sich auf die sechs Wochen Camp und hat sich dafür viel vorgenommen. Im Laufe der Zeit muss sie allerdings einiges mitmachen, wächst aber auch weiter über sich hinaus.
Cayden oder auch Prometheus. Er müsste einem unsympathisch sein so wie er mit den Mädels spielt um sein Ziel zu erreichen und doch hat er Momente an dem man ihm einfach nur gern haben kann. Er möchte sein Ziel erreichen und ist darin sehr ehrgeizig und doch kümmert er sich um Jess. Das macht es jedoch für beide Seiten nicht leichter.
Jess kommt mit Robyn, Josh und Camaron ins Camp. Sie kennen sich von Zuhause und wollten gemeinsam ein paar schöne Wochen verbringen. Robyn ist Jess beste Freundin, sie fand ich allerdings unausstehlich. Sie ist egoistisch und kann sehr fies werden Josh ist Jess bester Freund und fängt sie auf wenn sie traurig ist. Er gibt gute Ratschläge, obwohl er selber teilweise nicht besser ist wie Cayden, doch verletzt er Jess nicht.
Dazu kommen Leah, die Enkelin der Herbergseltern Henry und Rose. Apoll, Athene, Zeus und Hera die man hier mal ganz anders kennen lernt als in der griechischen Mythologie. Und auch noch andere Campkids, hauptsächlich Mädchen.

Am Ende freue ich mich sehr auf den zweiten Band, den man hier sogar schon anlesen kann wenn man möchte. Da ich weiß, dass ich gewiss auch dann weiter lesen möchte, und nicht kann, lasse ich lieber die Finger davon und warte geduldig auf Erscheinen von Band Zwei: Götterfunke – Hasse mich nicht.

6 Gedanken zu „[Rezension] Marah Woolf – Götterfunke Bd.1: Liebe mich nicht

  1. Schön, dass dir dieses Buch gefallen hat! Bei mir ist es leider nicht so gut weggekommen. Diese Schwärmereien und diese schönen Menschen und Götter … alle so schön und so … Ne, das war nichts für mich.

    LG

    • In der ersten Hälfte war ich auch noch nicht so begeistert wie zum Schluss. Muss auch sagen das ich von dem Buch nichts anderes erwartet hatte. Es ist eine Teenie Geschichte und die sind nunmal so schwärmerisch. Auch wenn das nicht wirklich meins ist, sehe ich es aus der Sicht der Zielgruppe und denke da ist es wirklich perfekt. Für mich wurde es zum Ende hin Perfekt und auch die Tatsache das es nun mal um ein doch recht oberflächliches Spiel geht das ja der Plot ist gibt dem Buch das Recht genau so zu sein wie es ist ^^

      Liebe Grüße
      Natalie

      • Ich finde dass auch ein Jugendbuch etwas Tiefgang haben darf und auch die Autorin eine Verantwortung übernimmt, welches Bild sie vermittelt. Nicht jede Jugendliche schaltet ihr Hirn aus, wenn sie einem attraktiven Typen begegnet und lässt sich nach Strich und Faden veräppeln.

        LG

          • Das stimmt, aber gibt es woanders noch etwas innovatives? Muss man wirklich suchen gehen. Das Rad neu erfinden kann wohl kein Autor mehr. Nur interessant gestalten

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