[Rezension] Melissa Darnell – Herzblut – Gegen alle Regeln

Melissa Darnell
Herzblut – Gegen alle Regeln
ISBN 978-3-86278-813-1
Taschenbuch
12,99 €
Erscheint März 2013 bei Darkiss

Inhalt:
Savannah war bisher noch nie krank bis zu diesem einem Tag als sie total fertig nach Hause kommt. Sie bekommt Gesprächsfetzen zwischen ihrer Oma und ihrer Mutter mit. Als sie wieder richtig fit ist stehen die Beiden und ihr Vater an ihrem Bett und erzählen ihr was sie hat. Sie ist ein Dhampir. Eine Mischung aus Hexe und Vampir und ziemlich gefährlich für ihre Umwelt, wenn sie nicht lernt mit ihren dunklen Fähigkeiten umzugehen.
Das ist auch der Grund warum die Nachfahren des Clanns sie in der Schule meiden. Selbst Schulkameraden die mal ihre besten Freunde waren wie Tristan. Bei ihm spürt sie immer ein komisches grummeln im Bauch. Für ihn ist sie besonders gefährlich, aber kann Savannah entgegen ihrer Sehnsucht handeln?!?

Meine Meinung:
Herzblut erscheint im März unter dem MIRA Label Darkiss. Ich hatte das Programm gesehen, aber diesen Titel nicht auf meinen Wunschzettel gepackt. Vielleicht wegen der Geschichte mit dem Vampiren, vielleicht weil mich zwar das Cover ansprach aber der Klappentext nicht wirklich. Ich kann es gar nicht sagen. Ganz überraschend bekam ich dann Post von dem neuen Label und drin war dieses Buch. Natürlich wollte ich es nun auch lesen und heute war es soweit.

 Diesmal möchte ich zuerst mit den Schreibstil anfangen. schließlich ist es doch das meistens was einen an der Stange hält und neben einer interessanten Story dazu bringt das Buch überhaupt weiter zu lesen. So auch hier, denn der Anfang ist recht harmlos und nichtssagend. Man bekommt zunächst den Eindruck eine Highschool Geschichte zu lesen und nicht einen Fantasyroman. Auch wenn das eine das andere ja nicht ausschließt. Der Schreibstil zog mich in den Bann und ich musste mich zwingen nach den ersten gut 50 Seiten für die Inhaltsangabe aufzuhören. Danach setzt ich mich aber direkt wieder dran um zu erfahren wie es mit Savannah weiter geht.

Wo wir schon bei den Protagonisten wären. Hauptfigur ganz klar Savannah: 16 Jahre jung, an der Schule will sie dazu gehören hat auch ein paar Freundinnen, aber irgendwie reicht ihr das nicht. Das sie ein Freak ist wird ihr von den Clann Mitgliedern immer wieder gesagt und gezeigt und fühlt sich auch so. Sie möchte sich und den anderen beweisen das sie kein Freak ist und das umso mehr als sie erfährt was sie wirklich ist. Savannah war für mich eine typische sechzehnjährige, die dazu gehören möchte, aber eher gemobbt wird. Sie versucht sich in verschiedenen Bereichen zu behaupten anstatt sich mit dem zufrieden zu geben was sie hat, nämlich drei wirklich tolle Freundinnen. Aber da entwickelt sie sich im Laufe der Geschichte und wird reifer und kann eher drüber hinwegsehen was ihr angetan wird.
Tristan ist die zweite Hauptfigur: Er ist schon seit der vierten klasse in Savannah verliebt und hält sich aber seinen Eltern zu liebe von ihr fern. Er weiß nicht warum, aber er gehört zum Clann und so sind die Clann Regeln. kein Kontakt zu Savannah. Ich finde toll wie viel Mut er im Laufe der Geschichte aufbringt und auch wenn ich als Mutter lieber sehe wenn meine Kids hören, denke ich ein Umgangsverbot hat noch nie etwas gebracht.
Daneben gibt es noch kleinere Rollen, die von Anna die Savannah Rückhalt gibt, ihre Familie und auch die Schwester von Tristan, die ihm manches Mal hilft obwohl sie weiß das er verbotenes tut. Alle Charaktere, selbst die Nebenfiguren haben eine Seele und es macht Spaß von ihnen zu lesen.

Der Plot ist interessant gestaltet. es geht nicht einfach nur um Vampire, nein es geht um eine Mischung aus Vampir und Magier und das macht das ganze sehr explosiv. Die knapp vierhundert Seiten sind so gut geschrieben das sie nur dahin flogen und das liegt unter anderem an diesem Plot. Die Szenen sind gut beschrieben. Sei es in Träumen oder im Alltag, ob es die Schule ist oder der Waldrand, alles hat ich beim Lesen vor Augen und konnte es mir gut vorstellen.

Wer eine hohe Spannung erwartet liegt hier allerdings verkehrt. es ist mehr so ein kribbeln was einen immer weiter treibt. Das meine ich aber nicht negativ, denn eine Geschichte muss nicht immer auf Spannung aufbauen um gut zu sein. Anfangs ist es eher ein kennen lernen der Gegebenheiten. Ein begleiten von Savannah und Tristan. Wie sie sich im Alltag geben, wie Savannah mit ihren dunklen Kräften umgeht. Hier sind sowohl die guten Seiten wie auch die schlechten Seiten gut beschrieben und das von Anfang bis Ende.
Zum ende hin steigt die Spannung etwas an und endet in einem tollen Schluss. Nie hatte ich das Gefühl durchs Buch getrieben worden zu sein und auch das Ende kam nicht zu plötzlich.

Mein Fazit: Der nächste band ist für September angekündigt und er ist eben direkt auf meiner Wunschliste gelandet. Herzblut war ein gut ausgearbeiteter Fantasyroman, der Lust auf meh macht

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