[Rezension] Michael Connelly – Der fünfte Zeuge

Michael Connelly
Der fünfte Zeuge
ISBN 978-3-426-51122-0
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Mickey Haller arbeitet wieder als Strafverteidiger und kümmert sich um Mandanten denen die Zwangsversteigerung ihrer Häuser droht. So ist es auch bei seiner Klientin Lisa Trammel. Sie ist eine recht militante Klientin, die auch selber alles in die Wege leitet damit die Zwangsräumung abgewendet wird. Dabei ging sie soweit das sie sich der Bank nicht mehr nähern darf. Als dann der Chef der Bank ermordet vorgefunden wird ist Lisa die Hauptverdächtige und wird auch direkt verhaftet. Haller vertritt sie und findet Indizien die gegen die Täterschaft von Lisa Trammel sprechen, aber das muss er erstmal beweisen können…

Meine Meinung:
Der fünfte Zeuge ist für mich der zweite Justizthriller von Michael Connelly und ich wurde wir bei Spur der Kinder nicht enttäuscht.  Normalerweise schaue ich noch nichtmal Law & Order weil es mir zu trocken ist, aber das war auch hier wieder so gar nicht so. Ganz im Gegenteil, die 635 Seiten habe ich an einem Tag gelesen, weil es sehr interessant war.

Die Spannung war vorhanden wenn auch nicht auf einem sehr hohen Level, aber vollkommen ausreichend um immer weiter gezogen zu werden. Anfangs liest man die Vorgeschichte Mickey Haller kümmert sich nun um Mandanten denen die Zwangsversteigerung droht. Das hört sich doch recht unspektakulär an, bis der Mord geschieht. Dann liest man erstmal von der Beweissuche.
Nie war es langweilig zu lesen auch nicht als es in den Gerichtssaal ging. es gab nichts überflüssiges. Als Leser bekommt man die Zeugenaussagen so berichtet wie sie auch die geschworenen hören. Man hat ein wenig Hintergrundwissen, aber ich konnte nie erahnen ob schuldig oder nicht. Michael Connelly zog neue Zeugen aus dem Ärmel und gestaltete so das Ganze mit vielen Wendungen und sorgte einige Male bei mir für eine Überraschung.

Mickey Haller hatte nicht nur Probleme mit dem Fall, sondern auch im Privatleben lief es nicht so wie er es gerne hätte. Das kommt nur recht wenig zur Sprache aber oft genug um die Story ein wenig aufzulockern. Haller ist für mich ein kompetenter Anwalt einzig was mich ein wenig stört ist das ihm vollkommen egal ist ob die Mandantin schuldig ist oder nicht. er verteidigt einfach. Das finde ich doch moralisch etwas fragwürdig, aber vielleicht muss man als Anwalt so handeln. jeder möchte ja gerne einen Freispruch.
In seinem Team ist unter anderem die junge Anwältin Jennifer, die Hallers Art seine Verteidigung zu führen auch nicht immer korrekt findet, aber auch nicht wirklich widersprechen kann. Schließlich ist er ihr Chef.

Mein Fazit: Ein Justizthriller, der mit nur zwei Tropfen Blut keineswegs langweilig ist, selbst wenn man es sonst etwas blutrünstiger mag.

Danke an Knaur

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