[Rezension] Michael Schmid – Fragmente des Wahns

Michael Schmid
Fragmente des Wahns
ISBN 978-3-8459-0004-9
Taschenbuch
11,95 €
Erschienen bei AAVAA Verlag
Leseprobe 

Inhalt:
Alex Leben ist sein Traum. Er hat eine Frau und eine Tochter die er über alles liebt. Sein Leben könnte perfekter nicht sein. Doch dann hat er einen Unfall. Augenscheinlich ist ihm nicht viel passiert, aber er kann sich an diesen Unfall nicht mehr erinnern. Sein Arzt versichert ihm, dass die Erinnerungen wieder kommen werden, aber das Einzige was kommt sind Wahnvorstellungen…..

Meine Meinung:
Ich war sehr neugierig auf den Erstling des Autors Michael Schmid. Auf Facebook hatte ich viel von dem Buch gelesen und als dann das Angebot kam ein signiertes Exemplar zu kaufen, habe ich nicht ablehnen können. War ich doch viel zu neugierig.

Ich hatte von Beginn an keine Probleme in diese Geschichte rein zukommen, obwohl nichts blutiges oder wirklich schreckliches geschieht war ich gebannt und konnte die Augen nicht von den Zeilen lassen.
Es geschieht nur ein Unfall. Mehr passiert anfangs nicht und offensichtlich war nichts schlimmes passiert. Und doch fühlt sich Alex komisch und zudem stört es ihn das er den Unfall selbst vergessen hat. So begibt er sich auf die Suche nach der Wahrheit und der Leser begleitet ihn Schritt für Schritt.
Anfangs verliert sich Michael Schmid ein wenig in die Beschreibungen der Gegebenheiten  das finde ich aber gar nicht negativ, denn so wird man Teil dieser Geschichte, lernt die Protagonisten gut kennen. In dem Moment als ich mich selber fragte wann denn mehr passiert ging es dann auch los.

Den Protagonisten hat Michael Schmid viel Tiefe gegeben. Ich hatte das Gefühl es sind gute Bekannte, deren Lebensgewohnheiten und Eigenheiten man kennt. die Anzahl der Figuren ist überschaubar und man hat kein Problem sich die wenigen Namen zu merken.
Alex ist der liebevolle Ehemann und Vater, nichts geht über seine kleine Familie auch weil er nicht so werden möchte wie sein Vater, den die Familie nie interessiert hat. Er würde alles für sie tun. Er entschuldigt sich nur hin und wieder für Sachen wo es gar keinen Grund für gibt. Das war schon etwas befremdlich.
Lisa ist seine Frau und Bedingungslos für ihn da. Sie hat viel Verständnis für Alex seine Situation und versucht ihm den halt zu geben den er braucht. Allerdings weiß er das nicht immer zu schätzen und stößt sie hin und wieder vor den Kopf, aber selbst dann macht sie kein Drama draus.
Andreas ist Alex sein Bruder. Die Beiden haben schon viel gemeinsam durch machen müssen und er gehört zu Alex seiner Familie, aber merkt das glaube ich nicht immer.
Ralfie ist der Freund des Vermieter und es gibt zu ihm eigentlich nur zu sagen das er ein wirklicher Freund ist.

Die Handlung ist auf den ersten Blick echt harmlos geht aber tief in die Psyche. Es gibt keine offensichtliche Brutalität, aber man ist trotzdem gefangen. Die Spannung steigert sich stetig und war für mich schon von Anfang an vorhanden.
Der Leser begleitet im Hauptteil Alex und liest aus der Gegenwart und in kursiver schrift zum Beispiel von dem Kennenlernen von seiner Frau und ihm. Während in der Gegenwart die Suche nach der Wahrheit im Vordergrund steht sind es in kursiver Schrift Erinnerungsfetzen und Träume die willkürlich und nicht in chronologischer Reihenfolge statt finden. Sie sind immer Reaktionen auf Ereignisse der Gegenwart und als Leser fragt man sich recht schnell was das soll. Was sie aussagen, warum der Autor diesen Wechsel statt finden lässt.

Am Ende bleiben keine Fragen offen. Es ist schlüssig und erklärt alles. Das was in der Geschichte manchmal wirklich sehr verrückt klingt gibt zum Schluss einen Sinn. Was ich besonders schön finde ist das mit der Auflösung nicht Ende ist sondern es noch ein kleines danach gibt, bei dem man erahnen kann wie es weiter laufen wird im Leben von Alex und seiner Familie.

Mein Fazit  Ich bin sehr froh dieses buch gekauft zu haben, es war unterhaltsam und hat mich gebannt. Ein Thriller der nicht blutig ist, aber die Psyche fordert.

 

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