[Rezension] Michaela Holzinger – Kalt bläst der Wind

"buchhandel.de/Michaela Holzinger
Kalt bläst der Wind
ISBN 978-3-85197-827-8
Hardcover
12,95 €
ab 11 Jahren
Erschienen bei Obelisk

Inhalt:
Malena ist Halbwaise von ihrem Vater hat sie noch alles bunte im Leben gezeigt bekommen, bis er vor einiger Zeit starb. Sein Tod brachte das grau das alles schwer macht. Sie kümmert sich um ihre Mutter, nicht umgekehrt. Dann kommt ein Brief an der vieles verändern könnte und der Malena dazu bringt ihre Mutter alleine zu lassen und eine Reise in die Vergangenheit zu machen. Mit der Aussicht auf eine bessere Zukunft…

Meine Meinung:
Mein erstes Buch von Michaela Holzinger war Funkensommer. Ein Buch das genauso nachdenklich macht wie dieses Buch. Als die Autorin mich fragte ob ich Interesse an Kalt bläst der Wind hätte, habe ich, in Aussicht auf schöne Lesestunden, gerne zugesagt.

Das Buch ist ab 11 Jahren, doch das empfinde ich als zu niedrig angesetzt. Sicher kann man das Buch auch schon in dem Alter lesen, ob der Sinn dahinter jedoch verstanden wird oder ob es dann nur eine nette Geschichte ist, weiß ich nicht. Ich denke eher letzteres. Ich würde das Buch frühstens ab 14 Jahren empfehlen.

Michaela Holzinger schreibt sehr tiefsinnig und bringt ein immer aktuelleres Thema mit ein. Depressionen. Hiervon sind heute viele Menschen betroffen und man hat das Gefühl das es immer mehr werden. Die Sichtweise auf diese Krankheit verändert sich und ich denke das gerade Kinder es schwer haben, die Eltern oder Elternteile haben, die Depressiv sind. Da kann diese Geschichte auch helfen. Malena weiß wie man sich fühlt mit einer depressiven Mutter. Die Geschichte zeigt auch das man sich Hilfe holen sollte, damit man als Kind nicht alle Verantwortung tragen muss. Hier kann dieses Buch auch Mut machen.

Zu Beginn hatte ich leichte Probleme in die Geschichte rein zu finden. Sie wird aus Sicht von Malena erzählt und beinhaltet schon einige Metaphern. Der Schreibstil wirkt  ein wenig blumig auch wenn das nicht im Sinne von bunt gemeint ist. Doch als ich mich an diesen Stil gewöhnt hatte konnte ich richtig eintauchen in einer Geschichte die viel Tiefe und Gefühl hat.

Es sind nur 184 Seiten, doch mehr dürften es auch nicht sein. Hier wird kurz und sehr spannend von einer grauen Krankheit geschrieben, doch nicht nur das. Es gibt noch ein Geheimnis aus Malenas Vergangenheit das sie lüften möchte. So bleibt es fesselnd und spannend von Anfang bis zum Ende, denn als Leser möchte man sowohl wissen wie es mit Malena weiter geht und auch was genau dieses Geheimnis ist und wie alles zusammenhängt.

Am Ende habe ich dieses Buch sehr zufrieden zugeschlagen und kann es gerade für die Kinder empfehlen die selber mit depressiven Elternteilen aufwachsen. Ein Buch das helfen will und nicht verurteilen möchte.

4buecher

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