[Rezension] Michelle Harrison – Schlaf nicht ein

Michelle Harrison
Schlaf nicht ein
ISBN 978-3-7855-7726-4
Gebundene Ausgabe
18,95 €
Erschienen bei Loewe
Leseprobe

Inhalt:
Elliot schreckt aus dem Schlaf hoch. Er geht ins Bad und sieht eine tote Frau die Selbstmord begangen hat. Eine Szene die sich immer und immer wiederholt. Allerdings erlebt er sie im Schlaf. Sein Körper liegt noch im Bett doch sein Geist sieht Gespenster. Es macht ihm Angst und so will er ausgerechnet in einem Außenmuseum in dem es Geister geben soll der Sache auf dem Grund gehen…

Meine Meinung:
Das Buch klang schon durch seinen Titel interessant. Als ich dann die erste begeisterte Rezension fand, wollten ich es gern lesen, ohne zu ahnen, wo die Geschichte hinführt. Und das blieb die ganze Zeit die Frage.

Man lernt Elliott mit seinen Problemen kennen. Er sieht Geister und kann nichts dagegen tun. Davon ist er aber so verängstigt, dass er einfach nur möchte, dass es aufhört. Als Leser begleitet man ihn auf seinem Weg und liest das Buch aus seiner Ich-Perspektive. Man spürt wie beängstigend die Situation für ihn ist, gerade weil er das Gefühl hat, verrückt zu werden.

Die Geschichte lebt allerdings nicht von der Spannung, sondern eher von der Neugier, die sich bei mir bildete. Denn Geistergeschichten finde ich sehr interessant und diese hier hatte einen sehr realen Hintergrund, wenn auch nur im Kern.

Der Schreibstil der Autorin zieht einen mit. Eine flüssige Erzählweise und einfache Sprachen sorgten dafür, dass ich gern weiterlas und mir immer wieder dachte, ein Kapitel geht noch.

Die Protagonisten haben viel Tiefe. Gerade Elliott lernt man mit der Zeit sehr gut kennen. Ein Junge mit Nahtod-Erfahrung und einer verstorbenen Mutter. Ein Junge, der seit dem Unfall fertig ist. Er ist noch ganz am Boden. Man erlebt aber bei ihm mit, wie er sich langsam wieder fängt und wie es ihm stetig besser geht.

Das Buch wird mir aber auch neben der spannenden Geschichte noch aus anderen Gründen länger in Erinnerung bleiben, denn dieses Aus-dem Schlaf-Wandern hat einen Namen, ist sogar beschrieben als etwas, was viele Mensch haben. Eine Tatsache, über die ich nachdenken muss, da ich selber nachts aus dem Schlaf schrecke. Ich sehe keine Geister, aber auch ich muss erst mal zu mir kommen und so erinnert mich dieses Phänomen auch ein wenig an mich.

Zurück zum Buch muss ich sagen, dass die Spannung sich erst später einstellte und dann auch nicht mehr verschwand. Bis dahin war es eine nette Geschichte, aber ab dem Moment, in dem es immer spannender wurde, war sie mehr als das. Ich wollte nicht mehr aufhören zu lesen. Wollte wissen, wie es weitergeht. Die Autorin hat immer wieder Szenen eingebaut die einen aufhorchen lassen und die Neugier erneut aufflammen lässt.

Mein Fazit: Ein Jugendbuch gar nicht so weiter weg von der Realität.

4buecher

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.