[Rezension] Michelle Rowen – Level 6

Michelle Rowen
Level 6. Unsterbliche Liebe
ISBN 978-3-86278-878-1
Klappenbroschur
12,99 €
Erschienen bei Darkiss
Leseprobe

Inhalt:
Kira und Rogan erwachen in einem dunklen Raum. Beide kennen sich nicht und sind an Ketten gefesselt. Kira, eine Waise deren Eltern und Schwester von einem Einbrecher getötet wurden und die seitdem auf der Straße lebt. Rogan, ein verurteilter Mörder. Beide sind nun unfreiwillig Figuren in dem Spiel Countdown. Ein Spiel das aus sechs Leveln besteht. Sollten sie ein Level nicht bestehen werden sie getötet.

Meine Meinung:
Level 6 erinnerte mich zu Beginn ein wenig an Saw. Der dunkle Raum, das Spiel die Stimme die die beiden Protagonisten führt und doch ist es was ganz anderes. Denn hier geht es nicht darum wahllos zu töten um zu überleben sondern vorhandenes zu nutzen. Köpfchen ist gefragt, allerdings in einem mitunter sehr kurzen Zeitrahmen.

Das ist auch das was die Spannung ausmacht. Die Stimme die den Beiden durch ein Implantat sagt wie lange sie noch haben lässt nicht nur das Herz der Protagonisten höher schlagen sondern steigerte auch bei mir die Aufregung.
Das Buch ist unterteilt in den einzelnen Leveln. Jedes Level spielt sich recht schnell und rasant ab. Weder der Leser noch Kira und Rogan bekommen viele Verschnaufpausen. Es ist eine Art Hetzjagd in einem perfiden Spiel.

Kira und Rogan lernt man dabei mit der Zeit genauer kennen. Zum einen durch die Macher von Countdown aber auch durch die Beiden selber. Dabei merkt man das sie unterschiedlicher nicht sein könnten und doch ist nicht alles wahr was man so lesen kann.
Kira ist die erste weibliche Teilnehmerin in diesem Spiel und kannte es bis zu dem Zeitpunkt gar nicht. Sie weiß nicht was auf sie zu kommt und ist dementsprechend misstrauisch Rogan gegenüber der mehr zu wissen scheint. Er wurde gefragt ob er das Spiel als Chance mitspielen will.
Kira hat sich durchkämpfen müssen und wirkt gerade zu beginn ziemlich kalt. Das gibt sich aber recht schnell und man kann hinter die Fassade des Straßenmädchens schauen. Sie hat einen guten Instinkt und auch wenn Rogan scheinbar ein Mörder ist lässt er sie nicht kalt.
Rogan ist sehr geheimnisvoll. Er bestreitet die Morde, aber schließlich wurde er verurteilt wer also sollte ihm seine Unschuldsbeteuerungen glauben. Mit der Zeit merkt man wie sehr er verletzt ist, wie viel auch er schon durch machen musste und auch wenn er getötet hat ist meine Sympathie zu ihm stetig gewachsen.

Der Schluss oder sagen wir eher der Grund für dieses perfides Spiel und wie alles zusammen hängt sprich die Auflösung war für mich sehr überraschend und gut eingefädelt. Michelle Rowen hat einige Irrläufer geschrieben, die mich in eine falsche Richtung denken ließen und es somit interessant gestaltete.

Einen einzigen Kritikpunkt gibt es für mich und das liegt nicht am Buch selber sondern an der Altersangabe. 12 Jahre für dieses Buch finde ich wesentlich zu früh. Aller frühstens ab 14 noch besser ab 15 oder 16 würde ich es ansiedeln. Für 12 ist es zu brutal und ich denke manche Wege und Gedankengänge erschließen sich dann auch nicht. Da dies aber nichts mit der Story selber zu tun hat gibt es von mir volle Punktzahl.

5buecher

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