[Rezension] Mikaela Bley – Glücksmädchen

 Mikaela Bley
Glücksmädchen
ISBN 978-3-548-28844-4
Klappenbroschur
12,99 €
Übersetzerin: Katrin Frey
Erschienen bei Ullstein
Leseprobe

Inhalt:
Lycke verschwindet spurlos. Zunächst wird vermutet das die Achtjährige eine Ausreißerin ist doch dann ist ziemlich schnell klar das sie entführt wurde. Ellen Tamm berichtet für das Fernsehen von dem Fall. Sie fühlt sich an ihre Zwillingsschwester erinnert die mit acht Jahren starb. Nun versucht sie Lycke und damit ihren eigenen Frieden zu finden.

Meine Meinung:
Der Klappentext klang gut und auch das Cover versprach mir Spannung. Doch so richtig gehalten wurde dies nicht.

Es beginnt mit einem Prolog, der für mich vollkommen zusammenhanglos war. Das ändert sich später in der Geschichte, doch zunächst war er recht nichtssagend.
Weiter ging es mit Ellen als Hauptfigur, dem Verschwinden von Lycke und auch mit Ausschnitten aus dem Leben der anderen, der Personen die in Lyckes Leben eine Rolle spielen und gespielt haben.

Der Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen, doch empfand ich die Geschichte selber als recht zäh und teilweise langatmig. Spannung flackerte immer mal wieder auf, hielt sich aber nicht wirklich lang. Ich empfand den Fall vorhersehbar und so konnte, selbst das Ende keine Spannung hervorrufen.
Stellenweise hatte ich das Gefühl den Faden zu verlieren, weil Dinge eingestreut wurden, die so gar nicht zum Geschehen passten.

Doch war das Buch nicht nur schlecht. Es gab gute Ansätze die mich fesselten. Die Vergangenheit und der Zusammenhang zum Fall von Lycke sorgte dafür das ich immer weiter lesen wollte.

Personen gab es einige und nicht alle konnte ich immer genau auseinander halten. Da waren Kollegen von Ellen die ihr mal Näher und mal nicht so nah standen. Ihre Mutter und auch Personen die mit Lycke zu tun hatten.
Ellen ist Journalistin und die Figur aus deren Sicht man alles mitbekommt was an Ermittlungen läuft. Sie hat sehr mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Das Äußert sich in ihrer Verbissenheit hier Lycke zu finden, aber auch in Ticks die immer mal auftreten.
Helena ist Lyckes Mutter, alleinerziehend und berufstätig. Nicht alles läuft rund in ihrem Leben und man hat das Gefühl das sie gar keinen richtigen Bezug zu ihrer Tochter hat.
Harald ist Lyckes Vater und besitzt ein Hotel. Er ist das zweite Mal verheiratet und hat einen kleinen Sohn. Auch hier scheint die Arbeit im Vordergrund zu stehen.
Chloe ist die zweite Frau von Harald. Sie war die Person die ich am wenigsten leiden konnte. Eine Egomanin für die nur wichtig ist das es ihr und ihrem Sohn gut geht. Selbst in Situationen in denen jeder sich zurückgenommen hätte musste sie sich in den Mittelpunkt spielen.
Mona ist die Nanny von Lycke und die sympathischste der Figuren. Sie kennt Lycke wohl am Besten und ist immer für sie da.

Insgesamt finde ich dass der Roman den Stempel Psychothriller nicht verdient hat. Eher war es ein Drama das ich da zu lesen bekam. Wirklichen Thrill empfand ich nicht.

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