[Rezension] Nicole Boyle Rødtnes – Wie das Licht von einem erloschenem Stern

"buchhandel.de/Nicole Boyle Rødtnes
Wie das Licht von einem erloschenem Stern
ISBN 978-3-407-82104-1
Hardcover
14,95 €
Übersetzerin: Gabriele Haefs
ab 14 Jahren
Erschienen bei Beltz
Leseprobe

Inhalt:
Vega ist bei einer Party gestürzt und ist auf dem Kopf gelandet. Seitdem kann sie weder sprechen und lesen noch schreiben und zieht sich auch sehr zurück. Diagnose Aphasie. Zunächst hat sie keine Erinnerungen an den Unfall, doch kommen sie langsam zurück und sie hat die Vermutung geschubst worden zu sein. Ihre Mutter, Schwester und Freundin glauben da nicht dran und entfernen sich von Vega. Wer sollte sie schubsen, welchen Grund würde es geben? Keiner versteht sie. Bis sie Theo kennen lernt, einen Jungen, der ebenfalls an Aphasie erkrankt ist…

Meine Meinung:
Wie das Licht von einem erloschenem Stern macht durch das Cover auf sich aufmerksam. Es ist wirkt so harmonisch und ruhig. Dabei geht es in Vegas Leben gerade alles andere als ruhig zu.

Zunächst freut es mich das mich Nicole Boyle Rødtnes wieder begeistern konnte. Mit dieser Geschichte hat sie einen ganz zauberhaften und wunderschönen Roman über Aphasie geschrieben. Im Nachwort erfährt man das sie selber in der Familie einen Fall von Aphasie hat und daher ihre Idee für das Buch kam. Das Buch kann Verständnis bringen für die Menschen denen es schwer fällt Worte zu finden. Egal ob alt oder jung. Wenn Buchstaben durcheinander purzeln ist Geduld gefragt, das wird in der Geschichte klar deutlich. Leider wird hier Vega auch etwas allein gelassen von Klassenkameraden und Freunden, die nicht wissen wie sie damit umgehen sollen.

Vega ist sehr isoliert. Hätte sie ihre Schwester und ihre Mutter nicht wäre da niemand der sich für sie und ihre Probleme interessiert, aber auch so hat sie es schon schwer genug, wenn Worte nicht raus wollen wie sie sollen. Sie schweigt oft. Im Laufe der Geschichte, dank Theo wird das aber besser. Sie merkt so langsam das sie sich nicht schämen muss und geht einen ganz schweren uns steinigen Weg. Doch sie meistert ihn.
Theo ist was die Sprache betrifft schon etwas weiter. Man merkt hier auch das soziale Gefälle, denn er bekommt Privatunterricht, währen Vega die Kassenleistung nutzen muss. Theo wird sehr wichtig für Vega und holt sie aus ihrem Schneckenhaus. Er baut sie auf und hört ihr zu. Die Gleichheit schweißt Beide zusammen.
Die Familie versucht auch alles um Vega zu helfen, doch zieht sich Alma ihre Schwester immer weiter zurück, auch weil auf ihr zu viel Verantwortung lastet. Soll sie doch oft den Babysitter für Vega spielen. So will es die Mutter, die meiner Meinung nach mit der Fürsorge übertreibt. Vega ist ja körperlich gesund. Leider kann sie sich auf Grund der fehlenden Worte nur selten wehren.
Freunde gibt es zu Beginn schon, aber auch diese enttäuschen in der Geschichte. Es wirkt als ob die Besuche bei Vega nur Pflicht wären und nicht wirkliche Freundschaftsdienste.
Insgesamt sind alle Figuren gut ausgearbeitet und gerade Vega kann man gut nachempfinden.

Das Ende überrascht nicht wirklich, muss es auch gar nicht. Das Buch ist angegeben ab 14 Jahren, doch ich musste bei einem Satz etwas schlucken. Es gibt manche Wörter die ich in Büchern, und erstrecht in Jugendbüchern, nicht mag und auch Szenen die ich ab 14 schon etwas zu heftig finde, wenn es um eine Beziehung unter Jugendlichen geht. So gab es zwei Stellen die ich eher ab 16 als ab 14 einordnen würde, doch das ist mein einziger Kritikpunkt.

5buecher

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