[Rezension] Nika Lubitsch – Der 7. Tag

Nika Lubitsch
Der 7. Tag
ISBN 978-3-86882-447-6
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei mvg Verlag
Leseprobe

Inhalt:
Sybille ist glücklich. In ihrem Job hat sie alles erreicht was sie erreichen wollte. Sie hat einen liebevollen Mann und erwartet ihr erstes Kind, doch dann bricht ihre Welt zusammen. Sie soll ihren Mann ermordet haben. Sybille kann sich aber nicht daran erinnern das getan zu haben…

Meine Meinung:
Der 7. Tag führte monatelang die Kindle-Bestellerliste an und wurde nun als Taschenbuch raus gebracht. Hätte mich Buchcontact nicht angeschrieben wäre dieser wirklich spannende Krimi aber an mir vorbei gegangen.

Der Krimi ist unterteilt in zwei Büchern. In Buch eins geht es erstmal um den Prozess der Sybille gemacht wird, dabei lernt man als Leser auch die Person Sybille immer besser kennen, denn die Zeugenaussagen sind parallel mit den Erinnerungen von Sybille beschrieben. So liest man direkt die Sicht von Sybille und liest die Zeugenaussage, ganz oft doch ziemlich Gegensätzlich. Sybille selber kommt im Prozess nicht zu Wort. Ihr Anwalt Ulli hat ihr dazu geraten und so ist sie nur Beobachterin. Auch wenn das nun recht langweilig klingt ist es sehr interessant und baut eine immense Spannung auf, was daran liegt wie das Leben verlaufen ist. Die Zentrale Frage ist: Hat Sybille ihren Mann Michael getötet.
Im zweiten Abschnitt, dem 2. Buch berichtet Sybille in einer Zeitschrift die Zeit vom vor dem Prozess aus ihrer Sicht und als Leser war ich sehr gespannt was sie damit bezweckte und vor allem was sie zu erzählen hat, denn es waren einige Fragen nach dem Prozess offen geblieben.
Am Ende blieb ich als zufriedener Leser zurück, alle Fragen wurden beantwortet und es gab einige Überraschungen.

Die Protagonisten sind mit sehr viel Tiefe beschrieben.
Am Besten lernt man zwangsläufig Sybille kennen, aus ihrer Sicht ist dieses Buch geschrieben, sie ist die Hauptfigur. Sie stellt sich mir als sehr rationale und karriereorientierte  Frau dar, allerdings nur wenn es um ihren Job geht, denn Privat ist sie sehr emotional und liebevoll. Sie führt eine Traumehe mit ihrem Traummann und lebt ein traumhaftes Leben. Bis zu ihrem Schicksalhaften Tag.
Michael ist ihr Mann und in manchen erinnert er mich an meinen Mann. Er streitet nicht geht lieber aus dem Raum, er ist die Ruhe in Person und selbst bei Entscheidungen die andere eher mit Wut aufgenommen hätten bleibt er ruhig. Seine Liebe zu Sybille ist so enorm das sie vieles übersteht woran andere Beziehungen bestimmt kaputt gehen würden.
Dann gibt es noch die Freunde von Sybille und Michael: Gaby und Ulli, die vier sind seit Studienzeiten befreundet und gehen durch dick und dünn. Eine Freundschaft die ein Leben lang hält. Die Sybille in der schweren Zeit beistehen. Richtige Freunde eben.

Der Schreibstil ist flüssig und einfach. Eine Spannung baute sich recht schnell auf und fiel auch zunächst nicht ab. Etwas schwierig zu lesen fand ich die „Auflösung“ sie war ein Ablauf wie was und warum passieren konnte. Das stellte sich zeitweise etwas trocken dar und war mehr eine Beschreibung als eine Geschichte. Im Prinzip hätte das für mich auch schon als Epilog gepasst. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt an diesem Krimi. Ansonsten wirklich Super und so das ich mehr von Nika Lubitsch lesen möchte.

Wenn ihr gerne mehr über Nika Lubitsch erfahren wollt gibt es hier ein tolles Interview: Nika Lubitsch im Interview

Danke an den mvg Verlag und Buchcontact

Ein Gedanke zu „[Rezension] Nika Lubitsch – Der 7. Tag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.