[Rezension] Oliver Wolf – Netzkiller

Oliver Wolf
Netzkiller
ISBN 978-3-8392-1239-4
Taschenbuch
11,90 €
Erschienen bei Gmeiner

Inhalt:
Marcel bekommt von seinem Kumpel eine Adresse für eine illegale Downloadseite, dort soll es alles geben was das Herz begehrt. Als Marcel sich mit seiner Emailadresse dort anmeldet, sieht er massig Programme die er gerne haben möchte, aber die Seite scheint trotzdem nichts zu taugen, denn alle Links führen in die Leere. In der Begrüßungsmail steht: Willkommen im Spiel, unterschrieben von Gamemaster. Die nächste Mail lässt nicht lange auf sich warten. Marcel löscht sie wird aber nicht in Ruhe gelassen, so dass er am Ende doch schaut was sich hinter dem mysteriösen Link verbirgt der in der Email steht. Dort ist ein Bild von einer jungen Frau, rot eingekreist. Mit der nächsten Mail kommen die Spielregeln. Er soll die Person finden und einen Zettel zustecken, schafft er das nicht wird sie sterben. Marcel ist nicht der einzige „Mitspieler“.
Die Kripobeamten Bürkle und Ronda ermitteln in dem Fall, der große Ausmaße hat….

Meine Meinung:
Netzkiller ist das Debüt von Oliver Wolf und er startet richtig gut. Mir ist aufgefallen das man in immer mehr neuen Büchern von Plattformen wie Facebook oder auch Youtube liest. Oliver Wolf hat es direkt zum thema des Buches gemacht. Anfangs geht es in mehreren Erzählsträngen um  scheinbar vollkommen Zusammenhanglose Verbrechen. Da wird eine Leiche an einer Sprungschanze gefunden, da landet ein Gleitschirmflieger auf einer Leiche an einem anderen Ort. Eine junge Frau stößt in London mit jemanden zusammen und findet hinterher einen merkwürdigen Zettel in ihrer Tasche. Dann gehen die Ermittlungen los und man liest wie sich ein Puzzleteilchen an dem anderen anfügt.
Mich hat dieser Krimi sehr gut unterhalten. Es ging gleich ins Geschehen und von da an war die Spannung da. Oliver Wolf ließ jedes Kapitel mit einem Cliffhanger enden so dass man immer weiter lesen wollte. Der Schreibstil war für mich okay, das Einzige was mich dort gestört hat oder sagen wir eher etwas gestoppt hat waren die schwäbischen Dialoge von eine der Figuren, die musste ich meistens zweimal lesen um sie zu verstehen, aber so viele Dialoge gab es da nicht so dass es dem Lesespaß nicht wirklich etwas anhaben konnte.
Die Figuren lernt man alle nicht wirklich kennen. Der Kommissar ist eher wie eine Nebenfigur, einzig über Jochen Winter, einen der Gleitschirmflieger erfährt man mehr und auch übers Gleitschirmfliegen, allerdings war der Ausflug in das Thema für mich ein wenig zu lang. Trotzdem alles in allem ein interessanter und auch erschreckender Krimi, der auch ein wenig zum Nachdenken anregt und vielleicht manch einen dazu bewegt doch nicht alles öffentlich zu machen. Denn zu Zeiten des Internets, Facebook, Google Street View und Co ist unser Leben transparenter als wir uns das vorstellen können. Da müssen wir es den Verbrechern nicht noch leichter machen.

Vielen Dank an Lies & Lausch und Gmeiner

Ein Gedanke zu „[Rezension] Oliver Wolf – Netzkiller

  1. Das scheint ein sehr interessantes Thema zu sein, womit man sich schon beschäftigen sollte, gerade auch, weil wir alle das Internet nutzen.

    Ich denke, ich setze dieses Buch mal auf meinen Merkzettel.

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