[Rezension] Patricia MacDonald – Ein Akt der Grausamkeit

"buchhandel.de/Patricia MacDonald
Ein Akt der Grausamkeit
ISBN 978-3-492-30757-4
Taschenbuch
9,99 €
Übersetzerin: Karin Dufner
Erschienen bei Piper
Leseprobe

Inhalt:
Hannah und Adam haben das Gefühl endlich angekommen zu sein, in Philadelphia. Deswegen lassen sie die kleine Sidney bei ihrer Vermieterin und gehen auf eine Firmenfeier. Als sie zurück kommen bekommen sie einen Schrecken. Krankenwagen und Polizei stehen vor der Tür. Sie hoffen das nichts mit der Kleinen passiert ist. Doch die Entwarnung was Sidney betrifft hält nicht lange vor, denn durch ein Kamerateam schweben sie nun in größerer Gefahr als sich jemand in ihrem Umkreis vorstellen könnte…

Meine Meinung:
Ein Akt der Grausamkeit hat ein nebulöses Cover und dazu einen interessanten Rückentext. Zwei unwiderstehliche Punkte um diesen Thriller lesen zu wollen.

Eins kann ich vorneweg sagen. Dieser Thriller war vollkommen anders als ich mir die Geschichte vorgestellt hätte und das im sehr positiven Sinne.

Gleich von Beginn an fesselte mich der leichte und flüssige Schreibstil. Viele Geheimnisse türmten sich auf, die sich aber nach und nach erklärten bevor sie mich anfingen zu nerven. Die Autorin schaffte es recht schnell einer Spannung aufzubauen die auch bis zum Ende anhielt und sogar weiter anstieg.
Die Kapitel waren recht kurz und es gibt zwei Zeitzonen in denen die Geschichte spielt. Zunächst fand ich den wirklich sehr langen Sprung in die Vergangenheit ungewöhnlich, aber diese Zeit brauchte es einfach um alles ausreichend und eindringlich zu erklären. Die Spannung litt darunter nicht. Schade fand ich nur das die Gegenwart einen so kleinen Teil einnahm. Auch wenn die Geschichte damit erzählt war, fand ich Schade das die Autorin so viel Zeit dafür verwendet hat, die Ereignisse der Vergangenheit zu klären, aber die Gegenwart recht schnell abhandelte. Gerade zum Ende hing ging alles recht schnell.

Es gibt einige Figuren, vor allem in der Gegenwart, die gerade auf Grund der Kürze dieser Zeit nicht wirklich haften blieben. Die meisten Schlüsselfiguren gibt es in der Vergangenheit. Etwas irritierend fand ich hier auch den Versuch dem Leser kurzzeitig die neuen Namen der Familie einzuprägen um dann doch die ursprünglichen Namen zu nutzen.
Hannah ist Mutter und Oma. Sie liebt ihr Kind und ist stolz auf ihre Tochter. Sie glaubt an das Gute in allen Menschen und denkt immer erst einmal positiv. Sie ist ein Mensch wieder jeder sein möchte, aber nur die wenigsten schaffen. Fehler sucht sie immer zunächst bei sich selber. Auch die ganzen Ereignisse ändern nur wenig an ihrer Denkweise.
Mit Adam hat sie einen liebevollen Mann an ihrer Seite. Einen Fels in der Brandung. Man spürt wie sehr sich die Beiden Lieben und das sie alles füreinander tun würden. Adam scheint sich nicht nur von seinen Gefühlen leiten zu lassen und hat hier und da auch mal Zweifel. Sehr schön finde ich die Ehrlichkeit der Beiden zueinander. Sie sagen sich was sie sagen möchten und kennen keine Geheimnisse.
Lisa ist die Tochter der Beiden und die Mutter von Sidney. Sie wirkt sehr kalt, aber auch Zielstrebig. Sie ist schon weit gekommen in ihren jungen Jahren. Als Hochbegabte hat sie schon einige Stufen übersprungen und studiert bereits. Viel mehr erfährt man über sie allerdings nicht.

Ich habe dieses Buch sozusagen verschlungen und hatte spannende Lesestunden. Das Einzige, dass mich ein wenig störte war die kurze Abhandlung der Gegenwart. Ansonsten kann ich es gerade für die Thriller-Leser empfehlen die es nicht blutig und brutal haben müssen.

4buecher

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