[Rezension] Patrick Ness – Mehr als das

Patrick Ness
Mehr als das
ISBN 978-3-570-16273-6
Gebundene Ausgabe
17,99 €
Erschienen bei cbt
Leseprobe

Inhalt:
Seth ertrinkt und stirbt, doch dann wird er in seinem früheren zu Hause wach. Niemand wohnt dort, die Straßen sind leer und er fragt sich ob das die Hölle ist, die ihn an die schlimmste Geschichte seines noch jungen Lebens erinnert. Doch dann entdeckt er das es mehr als das ist…

Meine Meinung:
Mehr als das beginnt recht spektakulär mit dem Tod von einem Jungen dessen Namen wir nicht kennen, dann gibt es einen Schnitt und eben dieser Junger wird in seiner früheren Heimat wach. Der festen Überzeugung das er in seiner persönlichen Hölle gelandet ist.

Patrick Ness beschreibt sehr lebendig und man meint man wäre als Beobachter dort und doch weißt er selber in seinem Buch auf die Geschichte hin. Auf die Unglaubwürdigkeit von dem was passiert. Durch diesen Schreibstil fühlte ich mich als Leser angesprochen und auch angespornt immer weiter zu lesen.
Das Buch ist in vier Teile unterteilt und jeder Teil beschreibt einen Abschnitt in dieser Welt. Der Vergleich zu Inception oder Matrix kommt nicht von ungefähr. Denn recht schnell zeigt sich wo er gelandet ist und was dahinter steckt. Doch braucht man Geduld, denn man wird recht langsam an alles ran geführt, was das Verstehen erhöht und die recht komplizierte Geschichte recht einfach macht.
Eine Spannung baut sich erst richtig in den letzten beiden Teilen auf und doch wollte ich auch am Anfang nicht aufhören.

Geschrieben ist Mehr als das aus der Sicht von Seth, der aufwacht und sich zurecht finden muss. Als Leser erlebt man die Gegenwart und seine Erinnerungen, die kursiv geschrieben sind. Er musste schon viel mitmachen und hatte es nicht leicht was auch zu seinem vermeintlichen Tod führte. Man lernt ihn recht gut kennen da man auch seine Vergangenheit, wenn auch nur in kurzen Abschnitten kennen lernt. Er ist ein normaler Jugendlicher, der es nicht so leicht hatte.

Gut finde ich das Seth alles hinterfragt und nicht als gegeben hin nimmt. Er hat Zweifel und sät sie auch beim Leser. Der Autor führt diesen doch recht in die Irre und irgendwann weiß man nicht mehr was nun wirklich die richtige Version ist.

Schade fand ich dann das Ende. Dieses ist offen und vermutlich dazu gedacht das man sich selber seine Gedanken macht. Es gab auch ein zwei Szenen wo das auch in der Geschichte so war. Dann wird geschrieben …weiß was gemeint ist…und ich wusste es nicht und es wurde auch nicht aufgeklärt um was es ging. Das stört ein wenig, denn natürlich möchte ich gerade bei so einem Thema einen möglichen Ausgang, wie der Autor sich das gedacht hat, lesen. Sicher regt es meine Fantasie an, trotzdem ist es nicht das Gleiche.

Mein Fazit: Ein tolles Buch mit einer Geschichte wie ich sie mag. Allerdings gerade am Ende schwächelt es ein wenig.

3buecher

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