[Rezension] Petra Busch – Das Lächeln des Bösen

Petra Busch
Das Lächeln des Bösen
ISBN 978-3-426-51548-8
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Nina Bach hat ihre Schwester seit mehreren Jahren nicht mehr gesehen und erfährt das sie sich selbst getötet haben soll. Es gibt keinerlei Hinweise auf ein Fremdverschulden. Das kann sich Nina aber nicht vorstellen. Sie kannte ihre Schwester und kann sich nicht vorstellen, das diese überhaupt auf die Idee gekommen wäre dies zu tun. So versucht sie Emil Koswig von ihrer Meinung zu überzeugen. Dieser ist von dem Selbstmord überzeugt, hat er doch erst vor einem Jahr seine eigene Frau auf diese Weise verloren. Als sich eine dritte Frau das Leben nimmt stellt auch Koswig in Frage das dies ein Zufall sein kann.

Meine Meinung:
Das Lächeln des Bösen ist als Thriller ausgewiesen und gleich zu beginn muss ich sagen, das ich diese Einordnung nicht so sehr teilen kann. Es gibt Thrillerartige Stellen, aber die Spannung lässt dafür zu wünschen übrig.

zu Beginn hatte ich meine Probleme in die Geschichte rein zu finden. Es las sich für mich etwas holprig und dauerte auch ein wenig bis ich mich wirklich wohl fühlte und flüssig lesen konnte. Der Fokus liegt auf Nina und der Prolog und auch das Kennenlernen der Figur Nina war etwas schwierig. Auch der Umsprung von Prolog der von den Ereignissen von vor einem Jahr erzählte zur Gegenwart war etwas holprig.
Die Geschichte ist für mich dazu kein wirklicher Thriller, das schrieb ich ja oben schon. Es war eine interessante Geschichte, aber dieser Nervenkitzel der bei einem Psychothriller kommen sollte, stellte sich bei mir nicht ein. Eher eine Neugier wie es weiter und auch ausgeht. Dabei war aber nicht alles so negativ. Lässt man sich von der Genreeinteilung nicht beeinflussen und hat auch Interesse an gut geschriebenen Romanen mit Verbrechen hat man an diesem Buch sicher auch seine Freude.

Die Figuren scheinen zahlreich, wirklich wichtig sind aber nur wenige.
Nina an erster Stelle. Eine Obdachlose die ihr Geld auf besondere Weise verdient. Sie, die sich von ihrer Familie verraten fühlt kümmert sich auf einmal doch recht intensiv darum zu beweisen das ihre Schwester sich nicht selbst gerichtet hat. Irgendwie schon eine merkwürdige Situation und ein Zeichen dafür wie viel Mitgefühl sie aufbringen kann. Sie war mir von Beginn an sympathisch. Sie ist sehr sozial, aber auch sprunghaft. Ich mag gar nicht zählen wie oft sie aus der Stadt ihrer Schwester abreisen wollte.
Emils Koswig, der Rechtsmediziner, der seine Frau auch durch Selbstmord verloren hat. Ihn kann man von Beginn an nur schwer einordnen. Er ist noch sprunghafter wie Nina und wechseln regelmäßig zwischen gut und böse.
Skipper, ein junger Mann in einer Behindertenwohngru8ppe. Er hat mehrer extra kursiv geschriebene Textstellen. Seine Gedanken liest man immer mal wieder und lernt ihn bzw. seine Gefühle so ein wenig kennen.
Es gibt noch einen Kommissar, den ich aber als sehr negativ empfand, weil er nichts tut. Er ist mehr wie eine Randfigur. Außerdem noch Timo Reichel, ein Freund der Verstorbenen den man ebenfalls kaum einschätzen kann.

Am Ende hat man sich durch viele Wendungen und auch interessante Passagen gelesen. Die Autorin überraschte mich in den letzten Kapiteln  immer wieder und brachte meine Ideen von Verdächtigen ständig durcheinander.

Das Lächeln des Bösen ist ein interessanter Roman, aber für mich ganz gewiss kein Psychothriller.

3buecher

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