[Rezension] Petra Mattfeldt – Sekundentod

Petra Mattfeldt
Sekundentod
ISBN 978-3-426-51445-0
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
In ihrem Haus wird die Leiche von der Autorin Rebecca Ganter gefunden. Der Täter hat sie so ermordet wie es in ihrem aktuellen Buch steht. Hauptkommissar Falko Cornelsen ermittelt und stellt fest das es nicht der einzige Mord ist bei dem eines ihrer Bücher als Vorlage diente. Es gibt schon einige Opfer und scheinbar hat das Morden noch kein Ende…

Meine Meinung:
Sekundentod kam ganz überraschend hier an. Es ist als Krimi ausgeschrieben und ich war mir nicht sicher ob es mir überhaupt gefallen wird. Doch jedes Buch das hier ankommt bekommt seine Chance, so auch dieses. Hörte sich die Kurzbeschreibung doch gar nicht schlecht an.

Recht schnell hatte das Buch mich mit seinem Fall und dem Ermittler Falko Cornelsen in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist flüssig. Die Tat interessant auch wenn nicht unbedingt was Neues. Doch die Umstände waren mal was Anderes. Eine Autorin, die Krimis schreibt und so umkommt wie eins ihrer Opfer. Das hat was und machte die Story so spannend. Natürlich ging dann die Suche los und erstmal tappte man sowohl als Leser wie auch der Ermittler im Dunkeln. Puzzlestück für Puzzlestück musste zusammen gesetzt werden. Dazu kam dann noch ein zweite Strang, der mit dem ersten Fall überhaupt nichts zu tun hat. Dieser zweite Strange wurde immer nur in wenigen Absätzen erwähnt und ich ertappte ich dabei das ich mehr von dieser Nebenhandlung lesen wollte. Dazu endeten viele dieser Erwähnungen mit einem Cliffhänger was mich immer weiter lesen lies. Die Spannung steigerte sich bis zum Schluss, das einzige Manko was ich finde konnte waren manchmal zu ausufernde Beschreibungen, diese dienten aber dazu gerade Falko als Ermittler kennen zu lernen.

Falko Cornelsen ist ein Profiler und versetzt sich bei seinen Ermittlungen in den Täter. Er macht das mit Autosuggestion und gerade dieses in Trance versetzen wurde an verschiedenen Stellen beschrieben. Einmal hätte mir hier gereicht. Falko ist verheiratet, wohnt in einem Häuschen und glücklich. Er und seine Frau haben beide anspruchsvolle Jobs und sehen sich häufig kaum bis gar nicht. Als Leser lernt man nicht nur den Ermittler Falko Cornelsen kennen, sondern auch den Privatmenschen, der mir sehr sympathisch war. Er versucht trotz wenig Zeit etwas für seine Ehe zu tun. Manchmal kommt eine Leiche dazwischen, dann ist er aber selber enttäuscht. Ich hatte nicht das Gefühl das er nur für seinen Job lebt.
Es gab auch andere Figuren, aber die hatten viel weniger Präsenz als Cornelsen. So gibt es seinen Kollegen Timo, seine rechte Hand. Ein kleines Team aus einer handvoll Leuten, die gut miteinander umgehen und wo jeder weiß wo sein platz ist und was er zu tun hat.

Man lernt auch einen Teil der Opfer und Täter kennen, aber vorhersehbar ist dieser Krimi für mich nicht gewesen. Ich musste mit dem Ergebnis warten bis die Autorin es zugelassen hat vorher hatte ich kaum eine Ahnung wie alles zusammen hängen konnte.

Zum Ende hin wollte ich den Krimi nicht mehr aus der Hand legen und bin mir auch nicht sicher ob es wirklich ein Krimi ist. Für mein Verständnis hat es viel von einem Thriller. Ich würde mir wünschen mehr von Falko Cornelsen zu lesen, denn zum Schluss ist er mir richtig ans Herz gewachsen

4buecher

2 Gedanken zu „[Rezension] Petra Mattfeldt – Sekundentod

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