[Rezension] Rachel DeWoskin – Kleine Frau was nun

Rachel DeWoskin
Kleine Frau, was nun?
ISBN 978-3-492-05496-6
Klappenbroschur
16,99 €
Erschienen bei Piper
Leseprobe

Inhalt:
Judy ist ein 16 Jähriges Mädchen das gerade auf die neue Schule gekommen ist. Sie wird begutachtet und begafft. Es wird getuschelt und über sie geredet, denn sie ist Kleinwüchsig. Mit gerade mal 1,15 Meter fällt sie aus. Nur nicht so wie sie sich das vorstellt.
Da gibt es einen jungen den finden alle Mädchen toll auch Judy und sie würde ihm gerne auffallen. Als das geschieht schwebt sie über den Wolken. Doch dann geschehen Dinge, die sie recht schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holen…

Meine Meinung:
Dieses Buch kam überraschend und vermutlich hätte ich es auch sonst nicht gelesen. Der Titel in Verbindung mit dem Cover klang nach einem lockeren Buch, auch der Rückentext sah eher nach einer leichten Lektüre aus. Doch es kam Anders.

Es fängt schon damit an das die Protagonistin Judy kleinwüchsig ist und das auch sehr negativ sieht. Sicher man kann sich denken das es an einer neuen Schule unter solch besonderen Umständen nicht leicht ist.Andererseits hätte ich erwartet das sie das recht locker sieht, schließlich ist sie es nicht anders gewohnt. Das die neugierigen Blicke sie trotzdem stören ist irgendwie verständlich, wer mag schon so viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Judy ist jemand der behütet aufgewachsen ist und die wie ich finde zu viel bemuttert wurde. Auch wenn die Eltern im Grill stehen steht der Fokus der Familie  bei ihr. Sie dagegen findet das eher lästig.
Es gibt aber nicht nur negatives. Positiv fand ich ihr Verhältnis zu ihrem jüngeren Bruder.Dem sie zuhört, für den sie da ist und dem sie hilft. Man merkt von Beginn an das da ein besonderes Band ist.

Der Plot ist …hmmm… ich will nicht direkt sagen überzogen…aber er kratzt schon daran. Ein Teenie kommt auf eine neue Schule und verkuckt sich in einen Jungen. Das wäre ja zu einfach auch wenn die Ereignisse die dann geschehen schon vollkommen für ein gewöhnliches Mädel ausgreicht hätten. Hier wird aber noch eins drauf gesetzt, denn das Mädel ist auch noch kleinwüchsig. Am Ende muss ich sagen ist das zu viel des „Guten“ und hätte nicht sein müssen.

Der Erzählstil ist genau eben das ein Erzählstil. Müsste ich dieses Buch hören würde ich vermutlich einschlafen. Die Geschichte von Judy wird chronologisch erzählt, wobei immer wieder zwischendurch Textabschnitte auftauchen bei dem sie im Motel ist. Warum das so ist erfährt man erst wenn man immer weiter liest. Irgendwann konnte ich mir denken wie es weiter geht und wurde am Ende bestätigt. Der flüssige Schreibstil und die Tatsache das ich wissen wollte ob wirklich alles so kommt wie vermutet ließ mich weiterlesen, aber wirklich unterhaltsam fand ich es nicht.

Am Ende muss ich sagen, das dieses Buch einen recht negativen Eindruck auf mich gemacht hat. Nicht weil es schlecht geschrieben ist, das ist nicht so. Nein, es macht ein negatives Gefühl.

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