[Rezension] Rachel McIntyre – Überlieben in 10 Schritten

 Rachel McIntyre
Überlieben in 10 Schritten
ISBN 978-3-7348-5014-1
Hardcover
17,- €
Übersetzerin: Jessica Komina & Sandra Knuffinke
ab 13 Jahren
Erschienen bei Magellan

Inhalt:
Daisy hat sich von ihrem Freund getrennt und von ihrer alten Schule. Nur ihre besten Freundinnen sind ihr geblieben. Auf dem neuen Collage lernt sie Toby kennen, einen Typen der perfekt ist und der Interesse an ihr zeigt. Sie geht nur bereitwillig auf ihn ein und denkt sich nichts weiter bei seinen Aktionen die in ihr Zweifel aufkommen lassen ob Toby der Richtige für sie ist.

Meine Meinung:
Überlieben in 10 Schritten ist ein Jugendbuch ab 13 Jahren, das gewiss auch Erwachsenen Spaß macht. Doch hat es seine Mängel.

Ich erwartete nicht dauerhaft Eitel Sonnenschein. Der eigentlich Rückentext bleibt recht geheimnisvoll und so war ich mir nicht ganz sicher in welcher Form der Sturm aufziehen sollte. Dieser kam angeschlichen und vom Gefühl her ziemlich am Ende.

Die Autorin hat hier eine ganz eigene Sprache. Es gibt viele Metaphern und witzige Dialoge, doch empfand ich Dialoge und Szenen als sehr sprunghaft, es holperte hier und da und ich brauchte ein wenig bis ich mich rein fand. Während es Ausdrücke gab die ich mir gut bei jungen Erwachsenen vorstellen konnte, gab es wiederum auch Wörter die ich eher bei älteren Semestern erwarten würde und für mich nicht so ganz zu dem Rest passten. So brauchte ich ein wenig um mit dem Sprach- und Schreibstil warm zu werden.

Der Plot ist für Leser die das Buch zur Hand nehmen nicht ganz ersichtlich. Es geht um eine Liebesgeschichte und doch ist es etwas anders. Ich möchte nicht zu viel verraten doch empfand ich das Thema, den Sturm, als zu wenig beleuchtet und viel zu spät rein gebracht. Obwohl ich es mag wenn eine Geschichte sich langsam aufbaut dauerte es mir hier etwas zu lang bis der Kern der Geschichte ersichtlich wurde.

Die Protagonisten sind überschaubar. Im Hauptteil die drei Freundinnen plus Freunde, dazu der Ex und die Eltern von Daisy.
Daisy hat aus irgendeinem Grund das Gefühl ihre alte Schule verlassen zu müssen und wechselt auf ein ihr fremdes Collage. Recht schnell fühlt sie sich jedoch als Außenseiterin. Immer wieder gab es Situationen bei denen ich dachte: Wow wenn sie das durchzieht, Hut ab und dann machte sie doch einen Rückzieher. Alles war recht vorhersehbar.Daisy will geliebt und gemocht werden, sie ist es nicht anders gewohnt. Sie kommt nicht damit klar, dass dies nicht immer so ist.
Toby ist Prinz Charming. Er wirkt perfekt, schleppt aber ein ganz schönes Päckchen mit sich rum. Es gibt irgendwann eine Erklärung dafür und doch reicht mir das irgendwie nicht um alles was er macht zu entschuldigen. Er ist recht geheimnisvoll. Alles was man von seiner Familie erfährt erfährt man durch ihn und ob das immer der wahrheit entspricht weiß man auch nicht so genau.
Dagegen ist Daisys Familie eine Bilderbuchfamilie. Früh Eltern geworden haben sie neben Daisy noch ihren kleinen Bruder River. Sie arbeiten zusammen bei einer Art Hochzeitsservice. Alles Perfekt und ohne Ecken und Kanten.
Die gibt es wenigstens bei Daisys Freundinnen. Wobei auch da alles irgendwie Perfekt wirkt, wenn auch manchmal erst auf den zweiten Blick.

Ich denke das ist das große Problem dieses Buches. Alles ist zu perfekt bis auf den Sturm der da fast schon störend wirkt. Als ungewöhnlich empfinde ich die ein oder andere Wendung und manches am Ende empfand ich gar als unglaubwürdig. So habe ich dieses Buch zwar gerne gelesen, empfand es aber als zu oberflächlich um wirklich in Erinnerung zu bleiben.

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