[Rezension] Rainer Löffler – Blutsommer

Rainer Löffler
Blutsommer
ISBN 978-3-499-25727-8
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei Rowohlt
Leseprobe

Inhalt:
Köln wird in Atem gehalten von dem Metzger. Als eine Familie bei ihrem Ausflug eine weitere Leiche finden bittet Greiner Martin Abel um Hilfe. Er ist Fallanalytiker, der Beste und auch wenn er schon einiges gewohnt ist übersteigt diese Mordserie alles bisher Gesehene.

Meine Meinung:
Blutsommer spielt in Köln. Schon ein absoluter Pluspunkt für mich. Aber nicht nur das brachte diesem Thriller immerhin die volle Punktzahl ein.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Rainer Löffler hat einen klar verständlichen und flüssig zu lesenden Schreibstil. Ich fühlte mich direkt wohl und es fesselte von der ersten Seite an.

Der AUtro baute schon recht schnell eine unheimliche Spannung auf, die am Ende gipfelte und wenig raum zum verschnaufen lies. Hätte ich nicht irgendwann mal schlafen müssen hätte ich vermutlich durchgelesen bis zum Ende.

Als Leser begleiten wir zum Einen die Ermittler, zum Anderen den Täter und auch stellenweise die Opfer. Jede Situation kommt vor und macht es real. Wenn zu beginn noch von dem Täter die Rede ist bekommt er irgendwann einen Namen, ohne das ich geahnt hätte wer es wirklich ist.
Ab und an gibt es einen Rückblick zur Vergangenheit von Abel aber viel öfter in die Vergangenheit, die Kindheit von dem Täter

Die Morde sind bestialisch und ich muss sagen: Ich denke dieses Buch ist nichts für Leser mit schwachen Magen. Die Beschreibungen sind recht detailliert und das ein oder andere Mal musste ich wirklich schlucken. Beim Essen hätte ich diverse Stellen nicht lesen können. Diese Beschreibungen fand ich aber positiv. Ich mag es wenn es blutig ist und das ist es defintiv.

Die Protagonisten sind sehr charakterstark. Martin Abel ist ein harter Kerl, ein Griesgram mit weichem Kern. Man könnte nun bemängeln das es das typische Klischee ist. Polizist mit kaputter Ehe, aber hier passt es und stellenweise hätte ich mir nicht vorstellen können diesen Griesgram je sympathisch zu finden, aber das war er irgendwie. Seine Art macht ihn  unnahbar, aber trotzdem irgendwie als Figur liebenswert.
Seine Kollegin Hannah sieht das wohl auch so. Sie möchte unbedingt an seiner Seite arbeiten und kommt super mit seiner Art klar. Die Beiden ergänzen sich super und sind ein Klasse Team.

Insgesamt ist es ein Thriller der sehr an die Substanz geht und wenn man dann noch das Nachwort des Autors liest merkt man doch wie nah man an der Realität ist

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