[Rezension] Sabine Kornbichler – Das verstummen der Krähe

Sabine Kornbichler
Das Verstummen der Krähe
ISBN 978-3-492-30203-6
Taschenbuch
12,99 €
Erschienen bei Piper
Leseprobe

Inhalt:
Kristina Mahlos genannt Kris ist Nachlassverwalterin. Sie bekommt einen außergewöhnlichen Auftrag. Es gibt 5 Erben die aber nur begünstigt werden wenn keiner von Ihnen der Mörder der Verstorbenen ist. Kris möchte schon ablehnen als sie einen Hinweis auf ihren verschwundenen Bruder findet…

Meine Meinung:
Dies ist mein erster Krimi von Sabine Kornbichler, aber wie so oft hat mich die Kurzbeschreibung geködert, auch das Cover sah vielversprechend aus.

Zu Beginn sei gesagt das dieser Krimi vollkommen unblutig ist. Das ist etwas was ich sehr selten lese und mich dann auch wirklich mit der Geschichte fesseln muss. Das hat die Autorin hier auf jeden Fall geschafft. Es ist alles recht verworren und wirkt aussichtslos. Schließlich konnte die Verstorbene, trotz das der Fall schon mehrere Jahre her ist, kein Licht ins Dunkel bringen. Wie soll es Kris gelingen wo sie „nur“ eine Nachlassverwalterin ist und nur beschränkte Möglichkeiten hat.

So baut sich auch recht schnell eine Spannung auf, nur aus Neugier wer denn nun der Täter ist, wenn überhaupt einer der möglichen Erben es ist und was Kris Bruder Ben mit dem Ganzen zu tun hat.

So lernt man gerade am Anfang erst einmal die ganze Protagonisten kennen und das sind nicht wenige. Diese haben aber alle ihre eigene Geschichte so das sie haften bleiben. ich kam hinterher nicht mehr durcheinander. Und zu Beginn nur was die Erben angeht.
Da ist Kris, die Nachlassverwalterin und Schwester von Ben, sie vermisst ihren Bruder wie seine ganze Familie alles dreht sich auch so viele Jahre nach seinem Verschwinden noch um ihn. Durch sein Verschwinden haben sich ihre Berufspläne geändert aber sie macht ihren Job gerne und geht darin auf. Sie hat einen Freund und einen Kinderwunsch. Sie ist sehr ehrgeizig und arbeitswütig, das Privatleben bleibt da eher auf der Strecke.
Dann sind da die Eltern von kris und Ben, getrennt weil das Schicksal zugeschlagen hat verständigen sie sich beide nur über Zettel am Briefkasten. Beide leiden drunter den Schritt aufeinander zu will aber so richtig keiner gehen.
Auf diesem Hof wohnt noch Simon, der Freund von Kris und Weinhändler. Er hängt sehr an Kris und wünscht sich mehr gemeinsame Zeit.
Henrike hat ihren Trödelladen auf dem Hof, sie ist recht geheimnisvoll, denn von ihrer Vergangenheit weiß keiner was sie kam irgendwann an und blieb.
Die Erben sind sehr unterschiedlich. Es waren alles Freunde und sind es wohl auch heute noch. Jeder hat seine „Leiche“ im Keller und so ist es wirklich schwer sie ein zu schätzen.

Der Plot ist wirklich interessant und gut gewählt. Es gibt kein Blut vergießen, der Mord und auch das Verschwinden geschah schon vor vielen Jahren. Die Verstporbene setzt quasi ein Kopfgeld aus und so versucht jeder gut da zu stehen. Sabine Kornbichler beschreibt die natürlichen Verhaltensweisen eines Menschen. Es ist nie unlogisch. Ich denke in der Situation reagiert jeder Anders aber bestimmt ähnlich wie einer der Erben. Das ist ein Krimi der an die Psyche geht. Nachdenken ist Pflicht und trotzdem ist er undurchschaubar bis zum Schluss.

Am Ende dann löst sich alles auf. Egal ob das Verschwinden von Ben oder auch ob einer der möglichen Erben der Mörder war. Es bleiben keine Fragen offen die den Fall betreffen und so ging ich als zufriedener Leser raus.

4 Gedanken zu „[Rezension] Sabine Kornbichler – Das verstummen der Krähe

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