[Rezension] Sabine Zett – Komm in meine Arme



Sabine Zett
Komm in meine Arme
ISBN 978-3-7341-0301-8
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei Blanvalet
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Helen ist Geschieden und Mutter einer 15 Jährigen Tochter. Sie lebt seit der Scheidung alleine denn sowohl in der Liebe wie mit ihrem Traumjob will es nicht klappen. Stattdessen beantwortet sie als Kummerkasten-Onkel Briefe und gibt gute Ratschläge. Eine Schreiberin fragt sie wie sie sich einen Millionär angeln könnte und Helen weiß nicht was sie ihr Raten soll. Doch ihr Chef sieht eine Story die ihr vielleicht die Liebe aber auch ihren Traumjob bringen kann…

Meine Meinung:
Ich kannte bisher kein Buch der Autorin war jedoch ganz angetan von der Beschreibung und dem süßen Cover.

Der Schreibstil sorgte für einen leichten Einstieg. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Jedes Kapitel beginnt mit einem Brief an den Kummerkasten Onkel, also an Helen. Die Kapitel sind dabei unterschiedlich lang. Da ich von Kapitel zu Kapitel Leser bin bedeutete das für mich jedoch auch das sich gerade lange Kapitel etwas zogen weil ich sie nicht unterbrechen wollte. Wer also wie ich lieber von Kapitel zu Kapitel liest sollte vorher schauen wie lang das Nächste ist. Doch das ist mein persönliches Pech und kein Kriterium für ein gutes Buch.

Doch die Figuren sind es und die gingen mir hier schon teilweise etwas auf den Geist.
es sind nicht so viele Figuren. Helen, ihre Tochter, ihr Exmann, drei gut betuchte Männer, der Chef, ein Lehrer und ein Konrektor dazu die Cousine. Manche kommen mehr zu Wort andere sind Beiwerk oder Mittel zum Zweck so wie Helens Exmann.
Helen ist Alleinerziehende Mutter und die Dialoge und Streitigkeiten zwischen ihr und der pubertierenden Tochter nehmen den größten teil des Buches ein. Dabei fand selbst ich die Mutter manchmal peinlich und empfand die Tochter manchmal als zu übertrieben dargestellt. Da war es speziell die Jugendsprache. „Übelst“ ging mir irgendwann übelst auf den Geist und auch manch anderer Spruch wie Läuft bei Dir oder Yolo kam mir einfach zu häufig. Ich habe einen fast 15 Jährigen Teenie hier der mir mal erklärte das wohl die wenigsten so reden. Er selber tut es zumindest mir gegenüber nicht. So empfand ich es als zu gekünstelt.
Neben der Sprache fand ich das sich die Tochter, Ronja, zu viel raus nahm sie war zeitweise recht respektlos und musste auch nicht wirklich Konsequenzen dafür ertragen. Ich bin auch für eine lockere Erziehung doch das war mir ein wenig zu viel des Guten.
Helen selber lernt drei Männer kennen und gleich könnte ja jeder der Zukünftige sein. Gefühlschaos bin ich ja in Liebesromanen gewöhnt aber hier wirkte es recht wahllos.

Insgesamt fehlte mir beim Liebesroman ein wenig das Gefühl. Alles wirkte recht oberflächlich. Außerdem war es mir zu wenig was zum Thema Millionärsfang geschrieben wurde, dafür zuviel Mutter-Tochter- Problematik.

Das Ende war dann schon überraschend, doch für mich auch ein wenig Zusammenhanglos.
Nach dem Ende kam noch ein Wort der Autorin in eigener Sache und ich denke jedem Leser ist klar das nicht jedes Buch gefallen kann und das gewiss viel Arbeit drin steckt. Dazu muss ich nicht extra darauf hingewiesen werden. (auch das ist allerdings kein Kritikpunkt) Ich kann nicht sagen das mir das Buch gar nicht gefallen hat. Es war nur vollkommen anders als es mir durch den Rückentext suggeriert wurde. Sicher kam das vor was drauf steht, doch der Fokus schien doch eher auf Mutter und Tochter zu liegen.

3buecher

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