[Rezension] Samantha Hayes – Aus tiefster Seele

Samantha Hayes
Aus tiefster Seele
ISBN 978-3-442-38257-6
Taschenbuch
9,99 €
Erschienen bei blanvalet
Leseprobe

Inhalt:
Claudia wird bald Mutter einer Tochter. Ihr Mann ist Marineoffizier und kann sie nicht immer unterstützen so suchen sie eine Nanny für die bald kommende Tochter und die Zwillinge von James.
Zoe wird eingestellt. Als Claudia Zoe in ihrem Schlafzimmer erwischt, auch wenn diese eine logische Erklärung dafür hat,  ist das Mißtrauen geweckt…

Meine Meinung:
Die Geschichte als Kurzfassung erinnerte mich an so ein wenig an Rosemaries Baby und den Film mochte ich. Warum dann nicht auch ein Buch in der Richtung.

Es kam dann doch anders, auch wenn nicht schlecht gab es doch den ein oder anderen Kritikpunkt. An erster Stelle die Erzählperspektive. Diese Geschichte wird aus Sicht von verschiedenen Protagonisten erzählt. Allerdings immer in der Ich.Form so dass man jedes Kapitel erstmal raus finden musste wen man gerade begleitet. Einfach den Namen über dem Kapitel hätte da viel zur Orientierung beigetragen. Irgendwann habe ich mich aber dran gewöhnt und kam erst zum Schluss mächtig ins Schleudern, denn im Höhepunkt der Geschichte wurde es so verwirrend das ich nicht mehr wusste wer nun wer war und musste Absätze nochmal lesen. Das am Ende war gewiss so gewollt und auch die Ich-Form vorher zielte darauf hinaus sonst hätte es am Ende nicht funktioniert. Störend fand ich es trotzdem.

Dann ist dieses Buch als Psychothriller deklariert und ich muss sagen das ich dieses Buch allenfalls als Thriller aber nicht als Psychothriller empfinde. Die Spannung steigerte sich nur sehr langsam und alles plätscherte stellenweise dahin. Es war trotzdem interessant und leicht zu lesen, doch wirkliche Hochspannung empfand ich erst gegen Ende auf den letzten 50 Seiten. Davor war es eher ein Neugier wecken.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich wenn man raus hat wer nun gerade erzählt auch leicht lesen. Die Kapitel sind nicht unnötig lang und auch die Figurenanzahl ist überschaubar.

Claudia und ihr Mann James mit den Zwillingen aus James erster Ehe sind der Hauptspielplatz. Diese Familie ist der Dreh und Angelpunkt. Von James erfährt man dabei aber recht wenig. Claudia ist die Hauptperson. Sie lernt man recht gut kennen und doch nicht so richtig. Es ist schwer zu beschreiben ohne zu viel zu verraten.
Zoe ist die andere Seite, sie als Nanny umgibt etwas geheimnisvolles. Ich hatte von Anfang an das Gefühl das sie irgendetwas plant und es wurde auch drauf hin gewiesen. Von ihr persönlich erfährt man nur sehr wenig.
Adam und seine Frau Lorraine sind Protagonisten eines zweiten Erzählstrangs. In diesem geht es um Morde die geschehen und auch um das Privatleben der Ermittler die nicht nur verheiratet sind sondern auch miteinander arbeiten. Hier ging mir der unterschwellige Krach ein wenig auf den Geist und ich empfand gerad hier das Private vollkommen überflüssig.
Es gibt noch mehr Figuren die für die Handlung wichtig sind und doch nur Randerscheinungen bleiben. Pip zum Beispiel ist eher Nebensache auch wenn sie immer wieder erwähnt wird.

Alles in allem empfand ich Aus tiefster Seele als einen guten Thriller, der durch den Plot und nicht nur durch Hochspannung glänzt. Gerade am Ende wurde ich vollkommen überrascht auch wenn ich die Erklärung Warum etwas dürftig fand.

4buecher

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