[Rezension] Sina Beerwald – Hypnose

Sina Beerwald
Hypnose
ISBN 978-3-453-43636-7
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei Heyne

Inhalt:
Inka hat ihren Sohn bei der Geburt verloren. Ein halbes Jahr hat sie sich verkrochen und ließ keinen an sich dran. Nach diesem halben Jahr lädt sie ihre Freunde zu einem Essen ein. Alle kommen, es wird ein gemütlicher Abend. Der Morgen danach ist allerdings weniger schön, denn ihre Freundin Annabel sollen ihren Verlobten Jannis umgebracht haben. Inka kann das nicht glauben. Niemals würde sie Annabel einen Mord zutrauen. Sie hat den Verdacht das die Hypnosesitzungen bei Annabels Schwager sie dazu gebracht haben. Kann Hypnose einen Menschen dazu bringen jemanden zur ermorden? Oder bildet Inka sich alles ein. Bei ihrem Versuch raus zu finden was genau passiert ist gerät auch sie selbst in Gefahr….
Meine Meinung:
kurze Zeit bevor ich Glück hatte das Buch von der Autorin zu bekommen wurde ich durch eine Wanderbuchbekannte drauf aufmerksam. Sina Beerwald kannte ich bis dato nicht, aber der Plot des Thriller hörte sich sehr gut an. Sina Beerwald hat bisher nur durch historische Romane auf sich aufmerksam gemacht und versuchte nun mal, wie sie selber schreibt, ihre düstere Seite zu zeigen. Das ist ihr gut gelungen.
Hypnose ist ein Buch das mit der Faszination der Hypnose spielt, aber auch mit der Angst oder eher vor allem mit der Angst das die Hypnose einen Willenlos macht und dem Wohlwollen des Hypnotiseurs aussetzt. Das macht dieses Buch so interessant und sorgt gerade am Anfang für viele viele Fragezeichen.
Der Einstieg gelang recht schnell auch wenn es so viele Personen gab, die man als Leser kennen lernen musste. Schließlich wusste man das was passiert, aber wann und wie war nicht klar. So kam die Spannung auch nicht sofort, sondern erst ab dem zweiten Viertel ungefähr. Das war aber nicht schlimm. ich wurde nicht direkt in die Geschichte geworfen und konnte mich erstmal in der „Umgebung“ zurecht finden. Es war nicht zu langatmig und sorgte dafür eintauchen zu können in die Geschichte.
Dann wurde es spannend. Die Geschichte setzt sich schon sehr stark mit den negativen Seiten der Hypnose auseinander und man war sich auch nie sicher was ist real was ist eine Halluzination von Inka. Die Spannung baute sich bis zum Schluss ins unermessliche auf. Ab dem Moment wollte ich auch nicht mehr aufhören zu lesen. Es ging soweit das ich wirklich 1 1/2 Stunden in der Wanne verbrachte um bis zum Schluss zu lesen und nicht unterbrechen zu müssen.
Die Story ist sehr interessant und habe ich so noch nicht gelesen. Es gab etliche Momente wo man seine Meinung wieder vollkommen revidieren musste und man merke das man als Leser auf dem Holzweg ist. Ich gehöre ja zu den Lesern die immer versuchen vorher zu lösen, das war hier schier unmöglich. Sina Beerwald hat mich in jedem Kapitel auf neue Fährten und in Sackgassen geführt und ich war auf jeder neuen Seite gespannt was mich erwartet.
Fast jede Figur kam für mich zu verschiedenen Zeitpunkten als Täter in Frage. Ganz nach dem Motto traue niemanden. So musste auch die Protagonistin Inka sich verhalten, tat sie natürlich nicht und geriet immer tiefer rein. Sie tat mir Leid bei dem was sie erlebt hat und am Ende war alles ganz anders als am Anfang gedacht. Inka war eine Frau die am Boden war und für ihren Sohn durch die Hölle ging.
So freute mich dann das Ende doch besonders. Ich muss nicht unbedingt Happy Ends haben und so war ich auch hier sehr neugierig was Sina Beerwald sich hat einfallen lassen und kann auch daran nicht rum mäkeln.
Fazit: Hypnose ist der Ausflug von Sina Beerwald in das Genre Thriller und ich hoffe sehr das da noch einige Werke in der Richtung folgen werden.
Vielen Dank an Heyne und Sina Beerwald 

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