[Rezension] Stefan Bachnarr – Die Seltsamen

Stefan Bachnarr
Die Seltsamen
ISBN 978-3-257-06888-7
Hardcover
16,90 €
Erschienen bei Diogenes
Leseprobe

Inhalt:
Bartholomew Kettle wäre gern ein ganz normaler Junge, aber er findet sich hässlich – fast so hässlich wie seine Schwester Hettie. Freunde hat er keine. Wie auch? Schließlich ist er ein Seltsamer, halb Mensch, halb Feenwesen, von beiden verachtet, vor beiden auf der Hut. Besonders seit Mischlinge wie er auf mysteriöse Weise verschwinden. Eines Tages taucht eine geheimnisvolle Dame in einem pflaumenfarbenen Kleid im Slum von Bath auf. Bartholomew beobachtet sie verstohlen durchs Fenster. Was will sie? Als plötzlich Federn aufwirbeln und die Dame mit einem weiteren Mischlingskind entschwindet, vergisst Barty jegliche Vorsicht – und wird bemerkt. Ein tollpatschiger junger Politiker, der alle Parlamentssitzungen verschläft, scheint der Einzige zu sein, der Barty helfen will. Barty ist überzeugt: Der Nächste in der Reihe bin ich.

Meine Meinung
Die Seltsamen habe ich gelesen ohne vorher überhaupt irgendetwas darüber zu wissen. Der Rückentext gibt auch nicht viel her und so ließ ich mich vollkommen überraschen. Das Einzige dass ich wusste war das es hier um eine Fantasy-Geschichte geht.

In Bath herrschte das Chaos als die Fantasiewesen kamen. Feen, Kobolde und Gnome. All diese Wesen die man aus den Geschichten kennt. Doch die Seltsamen leben gefährlich, denn nicht richtig Mensch und nicht richtig Magiewesen werden sie erhängt um sie auszurotten. Die Seltsamen sind Halbmenschen, die keine Daseinsberechtigung haben.

Gewöhnungsbedürftig fand ich den Schreibstil der recht altertümlich wirkte. Das mag zu der Zeit passen in dem das Buch eventuell spielen soll, hemmte mich aber beim Lesen und machte mir den Einstieg sehr schwer.  Auch lernt man erst einmal die verschiedenen Figuren kennen bis es zu dem eigentlichen Kern der Geschichte geht. Dabei gab es nicht mal eine Handvoll wichtiger Personen, aber diese wurden längere Zeit begleitet bevor es richtig Los geht.

Da ist Batholomew, der große Bruder mit seinen Pflichten. Der Seltsam, der etwas beobachtet was er besser nicht gesehen hätte. Er trägt einiges an Verantwortung und ist dem gewiss nicht immer gewachsen. Doch in der Geschichte entwickelt er sich. Er ist verbissen und sehr ehrgeizig sein Ziel zu erreichen. Es gibt eine Stelle in der steht das er töten würde um seine Schwester zu retten und das merkt man die ganze Zeit. Trotzdem blieb er für mich recht oberflächlich.
Dann gibt es noch Herrn Jelliby. Er möchte auch nur Gutes und bringt sich dabei in Gefahr. Er ist Erwachsen und ein Mensch. Doch behandelt er Bartholomew nicht so abwertend wie es die anderen tun.
Dann gibt es noch den Justizminister, eine Fee und sehr zwielichtige Gestalt. Er spielt eine wichtige Rolle, aber er war wie auch die anderen Figuren für mich recht austauschbar.

So ging es mir im ganzen Buch. Ich kam nur schwer in die Geschichte rein und das Lesen selber empfand ich als sehr anstrengend. Absätze musste ich erneut lesen was dann nochmal störte. Figuren hatten wenig bis keine Tiefe und konnten mich nicht mitfühlen lassen. Es war ein wenig wie ein Theaterstück das man sich ansieht aber nicht wirklich versteht.
Dabei waren Figuren und Umgebung sehr eindrucksvoll und umfangreich beschrieben. Der Autor hat sich da richtig Mühe gegeben und meine Fantasie blühen lassen, doch manchmal war es mir dann doch zu viel Beschreibung.

Am Ende ging ich recht unzufrieden aus dieser Geschichte ohne Schluss raus.

2buecher

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