[Rezension] Stefanie Maucher – Fida

Stefanie Maucher
Fida
ISBN 978-1483957517
Taschenbuch
9,99 €
self published
Leseprobe

Inhalt:
Laura wurde entführt. Die 13 Jahrige sah man zuletzt in der Bücherei, danach verliert sich ihre Spur. Ihre Mutter Tatjana sucht auch ein Jahr nach ihrem Verschwinden noch mit Plakaten nach Laura. Sie kann nicht aufgeben auch wenn ihr ganzes Leben in Trümmern liegt. Oder gerade deswegen nicht.

Meine Meinung:
Dieses Buch wollte ich schon alleine wegen dem Cover haben. Es drückt alles aus was dieses Buch ausmacht. Angst und Entsetzen. Dank einem Gewinnspiel von Horror and More durfte ich es nun schneller lesen als erwartet.

Zunächst Klang es weniger nach einem spannenden Thriller. Als Leser bekam ich mit wie es zur Entführung kam, wie die Polizei anfing zu suchen, auch einen Verdächtigen hatte und dann doch alles im Sande verlief. Gleichzeitig erlebte ich Lauras Eltern in der Gegenwart. Tatjana und Jochen gehen unterschiedlich mit der Situation um. Während Jochen verdrängt geht Tatjana immernoch jeden Mittwoch Plakate aufhängen. Was zunächst recht langweilig klingt ist nötig um auch den Rest zu verstehen.

Die Spannung stieg dann etwa nach den ersten 50 Seiten stark an. Laura kam zu Wort, sprich es wurde aus ihrer Sicht erzählt und nun hat der Leser alle drei Stränge. Einmal begleitet er Tatjana bei ihrer Suche in ihrem Alltag und auch in ihrem Schmerz. Einmal lernen wir den Entführer kennen und wir erleben Laura in ihrem Verlies. Das wechselt in den Zeiten, immer angekündigt mit dem jeweiligen Datum und der Jahreszahl. Bis zum Schluss hält einen diese Spannung auch gefangen und man möchte immer schneller lesen um aus diesem atemlosen lesen raus zu kommen und hofft das es am Ende alles gut wird.

Die Protagonisten lernt man recht gut kennen. Laura ein typisches Mädchen, was aber durch ihre etwas konservativen Eltern in der Clique wohl etwas außen vor ist. Tatjana die besorgte Mutter die nicht loslassen kann und nach jedem Strohhalm greift. Und der Entführer, der schon als Kind gerne Tiere quälte und mit seiner Entführung nicht nur Laura quält sondern davon noch seinem pflegebedürftigen Vater berichtet und ihn damit auch noch quält. So viel Bosheit in einer Person vereint kann man kaum für möglich halten ist aber trotzdem nicht unrealistisch.

Das Ende dann war schlüssig und für mich ohne Fehler. Alles baute aufeinander auf und alle Stränge vereinten sich am Schluss. Es blieben keine Fragen offen und ich hatte wirklich spannende Lesestunden.

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