[Rezension] Sven Koch – Dünengrab

Sven Koch
Dünengrab
ISBN 978-3-426-51322-4
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
Eine junge Frau verschwindet im Fischerort Werlesiel und alles deutet auf ein Verbrechen hin. Bei der Suche nach der Vermissten werden drei Gräber in den Dünen gefunden, aber die junge Frau ist nicht dabei. Welcher Serienkiller treibt in dem kleinen Ort sein Unwesen…

Meine Meinung:
Nachdem ich Brennen muss die Hexe und Purpurdrache gelesen habe war es klar das das neuste Werk von Sven Koch auch auf meiner Wunschliste landete. Dazu klang die Kurzbeschreibung recht interessant und ein wenig nebulös.

So begann dieser Krimi auch echt spannend und mit einem Paukenschlag. Das Verschwinden der jungen Frau Namens Vicky Rickmers wurde mit viel Spannung und aufregend beschrieben. Dann gibt es allerdings für mich erstmal einen immensen Spannungsabfall bevor die Geschichte gegen Ende wieder Fahrt aufnimmt.

Sven Koch geht zunächst ziemlich genau auf die Protagonisten ein. Da haben wir Femke, die Polizistin aus dem Fischerort, die viel lieber bei der Kripo wäre sich aber nur ungern von der HEimat trennt und Tjark der Kripobeamte der in den Innendienst versetzt wurde weil er handgreiflich wurde  bei Festnahmen. Beides Figuren mit Ecken und Kanten die man mögen kann oder sich dran aufreibt.
Femke war mir von Beginn an sympathisch, auch weil sie sich für einen Zeugen einsetzt der durch die Gerüchteküche zum Verdächtigen gemacht wird. Sie hat das Herz am rechten Fleck, versteht die Leute und ist nicht oberflächlich.
Tjark kommt da zunächst anders daher, er wirkt etwas oberflächlich und Eiskalt, wenn man die Figur aber besser kennen lernt merkt man was dahinter steckt. Als ich das sah wurde ich auch mit ihm warm.
Es gibt noch ein paar Figuren die mich ein wenig genervt haben. Da ist Torsten ein Kollege von Femke der öfter übers Ziel hinaus schießt und so eher die Ermittlungen behindert als ihnen zuträglich zu sein oder auch Fred, der Kollege von Tjark, der so mit Hausbau und mit seiner Frau beschäftigt ist das man selten was anderes von ihm liest.
Alle Protagonisten haben aber eins gemeinsam, sie sind wirklich gut ausgearbeitet und haben alle eine gewisse Tiefe. Niemand der am Fall in irgendeiner Weise beteiligt ist ist nur ein Nebenprodukt. Die Namen deuten schon darauf hin das Sven Koch sich viel Gedanken zu seinen Figuren gemacht hat.

Die Handlung beginnt spannend, das schrieb ich weiter oben bereits und nach dem kennen lernen der Ermittler, Zeugen etc. geht dann auch die Ermittlungsarbeit los. Auch da gibt es für mich Abschnitte die ich schon fast langweilig fand und durch die ich mich ein wenig durch quälte. Das lag dann an zu viel privatem als Nebenschauplatz.
Zum Ende hin stieg die Spannung aber wieder rasant an und  brachte einen krönenden Abschluss. Danach erfährt man noch ein wenig von der Zeit nach dem Fall, was ich persönlich immer toll finde. So erfahre ich was aus den Figuren noch geworden ist und habe einen schönen Abschluss, auch wenn ich hier schon weiß das man einen Teil der Figuren wieder sehen wird.

2 Gedanken zu „[Rezension] Sven Koch – Dünengrab

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