[Rezension] Tabitha Suzuma – Broken

"buchhandel.de/Tabitha Suzuma
Broken
ISBN 978-3-7891-4754-8
Hardcover
17,99 €
Übersetzerin: Bernadette Ott
ab 14 Jahren
Erschienen bei Oetinger
Leseprobe

Inhalt:
Mathéo ist Großbritanniens große Hoffnung auf die Goldmedaille im Turmspringen bei den Olympischen Spielen im nächsten Jahr, ein Ausnahmetalent mit seinen 17 Jahren. Er selber muss viel dafür tun und es fehlt ihm oft die Zeit für seine Freundin Lola und für Unternehmungen mit ihr und seinem Freund Hugo. Doch all das ist ihm der Erfolg Wert. Bis er eines Morgens in seinem völlig verwüsteten Zimmer aufwacht und sich nicht erinnern kann was passiert ist, nur das es schlimm gewesen sein muss. So schlimm das seine Beziehung zu Lola auf dem Spiel steht.

Meine Meinung:
Wie so viele andere habe auch ich Forbidden bereits gelesen und fand es gut. So gut das mich das neue Buch von Tabitha Suzuma ebenfalls interessierte.

Ich habe die Beschreibung auf der Verlagsseite nicht gelesen, was auch gut so war, denn so wurde mir nicht die wichtigste Spannung genommen. Dort wird bereits erwähnt worum es geht. Während es im Buch lange Zeit ein Geheimnis bleibt.

Nun bin ich kein Fan von langen Hinhaltetaktiken. Eine Weil ist das okay, aber eben nicht zu lange. Tabitha Suzuma hat hier schon fast die Grenze des erträglichen erreicht auch weil ich als Leser das Gefühl hatte irgendwann auf der Stelle zu laufen. Mein Gedanke war das es nun langsam mal vorwärts gehen darf, das ich endlich wissen möchte was Mathéo denn geschehen ist, warum alles so schlimm ist. Mir war klar das er nicht ohne Grund so durch den Wind war und doch war mir das Ausmaß nicht klar.

Die Auflösung kam. Von da an wurde das Buch für mich noch interessanter, auch weil die Autorin alles nach und nach lüftete. Manches blieb Geheim bis zum Schluss und auch ich hatte keine Ahnung worauf es hinaus laufen sollte. So gab es eine Spannung von Beginn an, mit kleineren Schwächen in Teilen in denen man das Gefühl hatte das Mathé nur noch im Selbstmitleid versinkt. Die Düsternis von ihm griff selbst auch mich als Leser über. Ein Zeichen dafür wie gut dieses Buch geschrieben ist.

Die Figuren sind hier überschaubar. Sie sind alle recht prägnant und sind mit viel Gefühl und auch mit Tiefe ausgestattet. Die einzige Ausnahme bilden hier Mathéos Eltern denen die Arbeit wichtiger zu sein scheint als ihre Kinder. Das wird immer wieder spürbar auch wenn es nur wenige Szenen mit Ihnen gibt. Ganz rührend fand ich den kleinen Bruder, der einen besseren Durchblick hatte als alle Erwachsenen zusammen und auch Lola als Freundin war wirklich toll. Mathéo ist hier die Hauptfigur und man fühlt wirklich mit ihm mit. Man kann all die Facetten seiner Gefühle gut nachempfinden und merkt das es in so einer Situation genauso sein muss.

Das Ende hat mich dann ein wenig schockiert. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es ist, wie ich finde, ein recht ungewöhnliches Ende, wenn auch vollkommen Einleuchtend.

4buecher

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