[Rezension] Thomas Thiemeyer – Devil´s River

"buchhandel.de/Thomas Thiemeyer
Devil´s River
ISBN 978-3-426-51715-4
Klappenbroschur
16,99 €
Erschienen bei Knaur
Leseprobe

Inhalt:
London in der Gegenwart. Eve bekommt von ihrer Großmutter zwei Schlüssel vererbt. Der eine ist der Schlüssel zu ihrem Haus, der andere zu einer besonderen Truhe. Die Truhe beherbergt die Vergangenheit ihrer Familie. Unter anderem ein Buch in dem Die Großmutter Fakten zu der Familiengeschichte zusammen geschrieben hat. Die Geschichte von River und Nathan. River hat ihren Stamm verloren. Ein Ungeheuer soll es gewesen sein, ein Dämon. Nathan will ihr helfen dieses Ungeheuer zu finden und sie willigt ein obwohl er bereits mehrere Frauen ermordet hat…

Meine Meinung:
Wow, diese drei Buchstaben fassen alles zusammen was dieses Buch beherbergt. Es ist so Klasse, toll, spannend und interessant das es mir wirklich schwer fällt eine Rezension zu schreiben ohne in Lobhuddelei zu verfallen. Deswegen etwas nüchterner betrachtet.

Devil´s River beginnt in der Gegenwart bei Eve. Die Erbschaft bringt ein kleines Buch zu Tage von dem sie nicht mehr lassen kann als sie einmal angefangen hat zu lesen. Das kleine Buch beherbergt die Vergangenheit genauer gesagt die Entstehung von Eves Familie im Jahr 1878. Thomas Thiemeyer selbst sagt er wollte einen Western für Frauen schreiben. Bei diesem Buch ist ihm eine sehr gute Mischung gelungen.

Die Gegenwarte und das Jahr 1878 halten sich zu Beginn noch etwas die Waage, doch das ändert sich recht schnell. Irgendwann gerät die Gegenwart ins Hintertreffen und man taucht immer mehr ein in die Geschehnisse von 1878. Man fühlt sich dort direkt wohl. Als ich las das es Western-Szenen beinhaltet war ich doch erst etwas skeptisch, denn ich mag keine, aber hier geht es nicht um die reine Schießerei. Es ist nicht der wilde Western sondern eher ein ruhigerer. Es geht nicht nur um Kampf, Schießereien und Showdowns auf Steppen, nein auch die Personen handeln überwiegend sehr überlegt und gebildet. Nicht so verroht wie mir das in manchem Western manchmal vorkommt.

Es gibt eine Haupt- und Nebenfiguren und doch sind sie überschaubar.
Zum einen ist da Eve. Tochter aus gutem Hause, der man diese gehobene Stellung nicht anmerkt, ihrer Mutter allerdings schon. Eve ist eine auf dem Boden gebliebene junge Studentin, die meint zu wissen was sie will. Sie erleben wir nicht sehr oft, aber auch in den wenigen Szenen merkt man ihre Wandlung.
River, das weiße Mädchen im Indianerstamm. Ein Mädchen das allerdings schon 30 Jahre alt ist, was ich beim Lesen ganz oft vergas, weil sie so unbedarft wirkt. Nicht naiv, aber unschuldig und kindlich. Dabei jedoch trotzdem sehr zielstrebig und mutig. Eine Frau die man nicht unterschätzen sollte.
Nathan, ein Mörder. Er wurde mir am Ende sogar sehr sympathisch, was ich bei so einer Figur immer recht erschreckend finde. Ihn lernt man im Laufe der Geschichte immer besser kennen und so merkt man auch was hinter dem Verbrecher steckt. Für Mord gibt es keine Entschuldigungen, doch hier könnte man fast damit anfangen.
Scott, der Sheriff, die Detektive und der Bürgermeister, sprich die Jäger von Nathan lernt man dagegen nur sehr wenig kennen. Sie sind diejenigen die aber auch für Nervenkitzel sorgen auch wenn es eher Nebenfiguren sind. Zumindest gegen Ende hin.

Insgesamt betrachtet ist es ein buch das gewiss nicht nur Frauen mögen. Es beinhaltet Spannung, ein wenig Liebe, ein bisschen Humor und auch ein wenig Fantasy. Fast für jeden Leser dürfte etwas dabei sein was ihn dieses Buch lieben lässt.

5buecher

2 Gedanken zu „[Rezension] Thomas Thiemeyer – Devil´s River

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