[Rezension] Tracy Bilen – Wie der Vater so der Tod

Tracy Bilen
Wie der Vater so der Tod
ISBN 978-3-492-70282-9
Klappenbroschur
14,99 €
Erschienen bei Ivi
Leseprobe 

Inhalt:
Sara und ihre Mutter wollen vor Saras gewalttätigen Vater fliehen. Alles ist geplant die Reisetasche ist gepackt. Am nächsten Mittag will ihre Mutter sie von der Schule abholen. Sara wartet aber ihre Mutter kommt nicht. Als Sara dann Abends nach Hause geht sind ihre Sachen aus der Reisetasche alle wieder an ihrem Platz und ihre Mutter angeblich auf einer Fortbildung. Aber Saras Nachforschungen ergeben dass das nicht stimmt. Hat ihr Vater ihre Mutter getötet? Alles in ihr schreit nach Flucht, aber sie möchte erst raus finden was mit ihrer Mutter geschehen ist.

Meine Meinung:
Wie der Vater so der Tod sprach mich schon durch das Cover an. Der Rückentext klingt ebenfalls spannend und so freute ich mich riesig als es hier eintraf.

Es ist eine sehr schlimme Geschichte in der es um den Selbstmord des Bruders geht und im Kern um die Misshandlungen des Vaters, die er erst an dem Bruder und der Mutter ausführt und dann zum Schluss auch an Sara. Es war erschreckend das keiner etwas davon mitbekommen hat. Nur so viel wie Sara erzählt hat drang nach Außen und selbst als die Mutter versucht hat Hilfe zu bekommen bekam sie keine von der örtlichen Polizei, da der Cop mit Saras Vater befreundet war. Das alles erfährt man ziemlich schnell und es war vor der Zeit um die es in dieser Geschichte geht.

Denn das Buch fängt an einen Tag bevor Sara und ihre Mutter vor dem gewalttätigen Vater flüchten wollen. Zu dieser Flucht kommt es nicht und alles läuft eigentlich auf einen Punkt hinaus. Entweder findet Sara ihre Mutter oder diese ist tot.

Das was Sara tut ist sehr gefährlich und da liegt auch die Spannung, die sich recht schnell aufbaut. Erstmal überwiegt noch das Mitleid mit Sara und ihrer Mutter, aber obwohl das bleibt steigt dann die Spannung was als Nächstes passiert, was wird Sara als Nächstes raus finden.  Die Frage wo ihre Mutter ist zieht sich bis zum Ende. Daneben geht es um den Selbstmord ihres Bruders Matt. Lange ist nicht klar warum sich der große Bruder das Leben genommen hat und auch hier gibt es die unerwartete Auflösung erst ziemlich am Ende. Dieses Buch ist aber nicht nur negativ. Es geht auch um eine sich anbahnende Liebe bei der Sara im Wechselbad der Gefühle ist, denn sie kann sich nicht so richtig darauf einlassen. Ist sie doch bald mit ihrer Mutter verschwunden. So erzählt sie dem Jungen auch nichts von dem Verschwinden ihrer Mutter.

Sara ist zunächst die stille zurückhaltende brave Tochter. Sie hat früh gelernt das es besser ist sich unauffällig zu verhalten weil es sonst Schläge setzt. Ganz im Gegenteil zu ihrem Bruder Matt, der so mehrfach Schläge bezog. Im Laufe der Geschichte wird Sara aber mutiger obwohl man auch sagen könnte unvorsichtiger und nachdem ja keiner mehr da ist ist sie das Opfer ihres Vaters. Die Autorin hat wirklich gut beschrieben warum Sara ihn trotzdem liebt und alles versucht ein vernünftiges Miteinander hinzubekommen.
Neben Sara gibt es noch ihren Vater, der äußerst brutal sein kann, aber auch lammfromm. Er scheint den Selbstmord seines Sohnes nicht verwunden zu haben und ignoriert diesen einfach. Damit bringt er Sara in ganz schöne Zwickmühlen. Ihr Vater tut so als ob Matt noch lebt und redet weiterhin schlecht über ihn. Ob er das als Rechtfertigung tut oder ob er es in seinem Wahn wirklich nicht mehr realisiert ist nicht raus zu lesen. Saras Vater ist ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse. Allerdings nur in der Familie, nach außen hin ist alles Bestens.

Wie oben schon geschrieben war das Ende bzw. die Art des Endes für mich unerwartet. Ich hatte in eine andere Richtung gedacht und war positiv überrascht über diese Wendung.

Danke an Ivi

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