[Rezension] Uticha Marmon – Marienkäfertage

Uticha Marmon
Marienkäfertage
ISBN 978-3-7348-5005-9
Gebundene Ausgabe
14,95 €
Ab 13 Jahren
Erschienen im Magellan Verlag
Leseprobe

Inhalt:
Elin wurde gut behütet groß. Ihre Eltern haben ihr viele glückliche Jahre beschert, die jäh enden als sie einen Brief bekommt in dem steht das ihre Eltern gar nicht ihre leiblichen Eltern sind. Elins Welt steht nun Kopf und sie fährt dahin wo sie immer glücklich war. Nach Dänemark ins Marienkäferhaus. Hier möchte sie ihre Gedanken sortieren….

Meine Meinung:
Marienkäfertage ist ein Buch über das Glück und wie nah Glück und Pech beieinander liegen können. Eine Geschichte von Elin und Rasmus mit dem Duft von Ferien und Sommer.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir etwas schwer. Es war etwas durcheinander, so durcheinander wie auch Elin war. Das merkt man am Schreibstil und natürlich auch an Elinb selbst. Im ersten Drittel werden viele Fragen aufgeworfen und man liest in Rätseln. Das ändert sich erst ab dem zweiten Drittel. Hier wird alles klarer. Solange hat es aber nicht gedauert in die Geschichte rein zu kommen. Das war etwa nach 25 Seiten der Fall. Ab dem Moment konnte ich ohne Probleme flüssig lesen ohne zu holpern. Nur bei den Gedanken einer zunächst unbekannten Person und auch bei dem ein oder anderen Rückblick kam ich hier und da nochmal ins Stocken.

Elin hatte eine glückliche Kindheit bis zu diesem Brief. Sie ist mittlerweile 16 Jahre alt und natürlich sauer darüber nicht von ihren Eltern erfahren zu haben das sie adoptiert wurde. Nun ist sie sauer. Sie wirkt lange Zeit zickig und unkontrolliert. Sie ist sprunghaft in dem was sie tut. Manchmal wird sie ungerecht und so hat man es als Leser nicht immer leicht Verständnis aufzubringen. Vor allem da sie auch Personen vor den Kopf stößt die überhaupt nichts für ihre Situation können und es eigentlich schwerer haben.
So wie Rasmus, Er ist ein Junge der im Ferienort auftaucht und sie zu beobachten scheint. Ein fremder Junge, der von ihr nicht immer fair behandelt wird. Er ist sehr geheimnisvoll und es dauert eine Weile bis man als Leser raus bekommt was seine Rolle ist.
Knut ist der Onkel im übertragenen Sinn. Er war schon immer Teil von ihren Sommerferien, verständnisvoll und immer mit einem offenen Ohr für ihre Sorgen und Ängste, aber auch für positive Erlebnisse. Er hat gerade am Anfang eine wichtige Rolle kommt aber zum Schluss wenig zu Wort.
Elins Eltern lernt man eigentlich so gut wie gar nicht kennen. Ihre Verhaltensweisen hört man aus Erzählungen von ihr selber, aber nicht das man sie erlebt.

Am Ende macht mich diese Geschichte traurig. Traurig weil sie viele traurige Passagen hat, weil nicht immer alles so positiv läuft wie ich mir das als Leser gewünscht hätte und es mich auch nachdenklich zurück gelassen hat. Das Ende passt, hätte ich mir aber ein wenig ausführlicher gewünscht. Die Geschichte ist abgeschlossen und doch fehlt mir etwas.

Wie immer wenn es eine Altersangabe gibt möchte ich dazu etwas schreiben. in diesem Fall finde ich die Geschichte zu aufwühlend für das Alter ab 13 Jahren. Ich denke dass das zu früh ist um hier das doch recht komplexe Thema immer zu verstehen und würde Eltern raten es erst einmal selber zu lesen und es dann die Kinder lesen zu lassen, wenn sie weit genug dafür sind. Denn dieses Buch ist für mich keine reine Unterhaltung.

4buecher

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