[Rezension] Victoria Seifried – Liebe zum Nachtisch


Victoria Seifried
Liebe zum Nachtisch
ISBN 978-3-453-41822-6
Taschenbuch
8,99 €
Erschienen bei Heyne
Leseprobe im Widget

Inhalt:
Helena ist unzufrieden in ihrer Beziehung mit Rainer, bei dem sie sich wie ein Putzlumpen fühlt, der nur hervorgeholt wird wenn es etwas zu putzen gibt. Doch trennen kann bzw. will sie sich auch nicht, denn das würde bedeuten alleine zu sein. Dann lernt sie Jeffrey kennen, ihren Traummann. Sie verbringt mit ihm eine Nacht und reist ihm dann nach New York nach, nur mit dem Kenntnis seines Vornamens.

Meine Meinung:
Wer mag nicht schon gerne Liebe zum Nachtisch. So als Bonbon obendrauf? Wobei eigentlich ist sie mir dauerhaft lieber, aber das soll ja hier nicht zur Debatte stehen.

Liebe zum Nachtisch ist ein Buch das ich wirklich fast in einem Rutsch gelesen habe weil es mich fesselte und doch hat es kleinere Macken, die nicht unerwähnt bleiben sollten.

In der Geschichte von Helena war ich recht schnell. Es ließ sich leicht und flüssig lesen und die Handlung ist mehr wie einfach. Von Vorteil sehe ich das es dieses Sie-liebt ihn/Sie-liebt-ihn-nicht, sprich dieses ganze hin und her was bei manchen Liebesgeschichten übertrieben wird hier nicht wirklich vorhanden ist. Sicher gibt es Unsicherheiten, aber nicht im nervigen Ausmaß. Recht schnell war mir allerdings klar wie die Reise nach New York ausgehen würde und wurde darin auch bestätigt. Dieses Buch ist also recht vorhersehbar, was dem Lesespaß aber keinen Abbruch tut.

Sehr oberflächlich beschrieben sind die Figuren.
Helena wirkt nicht als ob sie bereits 26 Jahre alt ist. Höchsten 18-20, so naiv wie sie mit manchen Dingen umgeht. Auch kommt sie manches Mal als kleines Dummchen rüber und als Leser schlägt man sich das ein oder andere Mal an den Kopf was diese Aktion nun schon wieder bringen soll und ahnt direkt dass das schon wieder schief geht. Schon alleine nach New York zu Reisen um einen Mann zu finden den sie kaum kennt und von dem sie nur den Namen hat ist ein Wahnsinn. Hier war ich unschlüssig ob ich sie auf Grund ihrer Naivität belächeln soll, oder ob sie doch recht mutig ist. Das ist Auslegungssache.
Die anderen Figuren bleiben leider recht blass. Egal ob es ihre Freunde in Deutschland sind, oder Bekanntschaften in New York. Viel erfährt man über sie nicht. Was bei dem ein oder anderen wirklich Schade ist, weil ich ihn gerne mehr gelesen und genauer kennen gelernt hätte.

Insgesamt fühlte ich mich recht gut unterhalten. Es gab eben nur ein paar Sachen die wirklich mehr wie gestellt wirkten und auch schon nicht mehr unter Zufall zu verbuchen gewesen wären.
Mit dem Ende habe ich genauso gerechnet. Doch das wirkt nicht zur Abstufung in der Bewertung, denn im Prinzip weiß man was raus kommt wenn man Liebesromane liest. Eben Liebe zum Nachtisch.

4buecher

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